Archiv Spielberichte:

Damen I Sachsen-Anhalt-Liga

Spielbericht vom 06.05.2012:

HSG Großgrimma/Zeitz - SV Oebisfelde 1895 21:28 (9:11)

 

Abstieg besiegelt

 

Um sich überhaupt noch eine Minimalchance auf den Klassenerhalt zu bewahren, musste am Sonntag zum letzten Heimspiel der Saison gegen Oebisfelde unbedingt ein Sieg her. So schlecht standen die Chancen auch gar nicht, da die Spielanlage der Gäste prinzipiell der HSG liegt und man so bereits im Hinspiel überraschend einen Punkt aus Oebisfelde mitnehmen konnte. Das bestätigte sich bereits in den ersten Minuten, in denen man wenig zu ließ und es so nach 5 Minuten lediglich 1:1 stand. Leider verletzte sich bereits in dieser Phase Sindy Schmidt so stark, dass sie die restliche Spielzeit nicht mehr eingesetzt werden konnte. Das machte sich jedoch in der Anfangphase nur bedingt bemerkbar. Einige Unkonzentriertheiten im Angriffsspiel nutzen die Gäste zwar zum 1:4 (7´´), durch viel Kampf fand man jedoch zurück in die Partie und konnte bis zum 5:5 ausgleichen. Die Auszeit der Gäste unterbrach kurz den Spielfluss, so dass Oebisfelde wieder auf 5:7 davon ziehen konnte. Danach blieb die HSG Sieben aber dran und man konnte, unterstützt durch einige schöne Paraden von Madlen Schröter, die im Spiel unter Anderem 5 von 6 Strafwürfen hielt, wieder zum 7:8 aufschließen. Danach folgte wieder eine Phase, in der man aus dem Positionsangriff der Gäste heraus zwar wenig zu ließ, im eigenen Aufbau aber viel zu hektisch agierte und deshalb immer wieder Ballverluste hinnehmen musste, die zum Glück relativ fahrlässig von den Gästen ausgespielt wurden. Trotzdem lag man schnell mit 7:11 zurück, ehe man sich wieder zurück in die Partie biss. In der 28. Spielminute folgte dann die nächste Hiobsbotschaft, als sich Aufbauspielerin Jessica Meffert bei einem Zweikampf mit einer Gegnerin bei einem Gegenstoß an der Wurfhand verletzte. Zwar resultierte daraus ein Strafwurf und eine Zeitstrafe, die weitere Schwächung der ohnehin dünn besetzten Aufbaureihe sollte aber noch Folgen haben. Mit 9:11 ging es in die Pause. Hier forderte Trainer Jan Förster, sich mehr zu konzentrieren und nicht durch eigene Fahrlässigkeiten, die Gegner immer wieder stark zu spielen. Einzig, die HSG- Mannschaft schien das nicht verstanden zu haben, denn die ersten 10. Minuten der 2. Hälfte waren einfach nur desolat. Die konsequente 5:1 der Gäste wurde in dieser Phase durch dilettantische Angriffsversuche geradezu zu Ballgewinnen eingeladen und diese nahm das dankbar an. Das zwang beim 9:15 zu einer frühen Auszeit, um die HSG- Truppe erst einmal zu wecken. Trotzdem gelang erst nach dem 9:16 wieder ein Treffer. Spätestens jetzt war Jedem in der Halle klar, warum man die gesamte Saison im Tabellenkeller verbracht hatte. Die eigenen Positionsangriffe werden einfach viel zu hektisch und wenig durchdacht vorgetragen. So versuchte man, anstatt gegen eine in die Tiefe gestaffelte Deckung konsequent in die Breite zu spielen, im wieder durch das verdichtete Zentrum zum Erfolg zu kommen. Das musste einfach schief gehen. Das bestätigte sich auch in der Folgezeit. Zwar kämpfte man sich wieder mit viel Willen zur Mitte der Halbzeit auf 14:17 heran. Doch statt aus dieser Aufholjagd Sicherheit zu schöpfen, wurde man spürbar nervöser und überließ nach dem 16:20 (47´) durch ein Fehlpassfestival wieder den Gästen das Feld, die es nutzten und zum 16:26 davonzogen und den Sack endgültig zu machten. Die restliche Spielzeit war dann nur noch ein herunterspielen der Uhr. Trainer Jan Förster meinte zum Spiel: Es ist schade, dass wir in den letzten drei Partien, in denen keine übermächtigen Gegner gegen uns gespielt haben, so schwach aufgetreten sind. Was wir in der Deckungsarbeit richtig machen, verbaseln wir regelmäßig im Angriff. Dazu kommt dann noch ein schwaches Rückzugsverhalten und schon verlierst du solche Spiele. Ich denke es war für alle eine lehrreiche Saison, in der zum Ende natürlich auch ein wenig das Selbstvertrauen gefehlt hat, um auch einmal einen größeren Rückstand aufzuholen oder einfach mal eine entspannte Führung zu erreichen. Vom Einsatz her mache ich niemand einen Vorwurf.

 

Schröter im Tor, Schmalz(8), Hillert(5), Schmidt, Ludwig(je 3), Meffert, Stollberg(je 1), Schmidt, S., Graul, Horn, Kupfer

 

Spielbericht vom 15.04.2012:

HSG Großgrimma/Zeitz - HBC Wittenberg 13:19 (4:8)

 

Unterirdische Chancenverwertung

Gegen den Aufsteiger und derzeit 9. der Tabelle musste am Sonntag unbedingt ein Sieg her, wenn man sich für den Abstiegsgipfel gegen Schönebeck in 14 Tagen eine passable Ausgangsposition verschaffen wollte. Dass das aber alles andere als einfach werden würde, wusste man bereits aus dem Hinspiel. Wittenberg hat eine sehr bewegliche, offensive Deckung, die einen geordneten Spielaufbau erschwert. Die gleichen Vorgaben hat die offensive Deckungsformation der HSG aber auch, so dass klar war, ein Sieg konnte nur über sehr viel Laufbereitschaft im Offensivverhalten und einer schnellen Rückwärtsbewegung gewährleistet werden. So wie die Vorzeichen aussahen, startete auch die Partie: Die Deckungsreihen unterbanden wirksam das Offensivspiel auf beiden Seiten und es dauerte 5 Minuten, bis überhaupt der 1. Treffer für die Gäste fiel. Zu diesem Zeitpunkt war die HSG Truppe bereits zweimal aus aussichtsreicher Position an der alles überragenden Gästetorhüterin gescheitert. Als dann in der 8. Spielminute der 1. Strafwurf der Partie durch die HSG Werferin an den Pfosten gesetzt wurde, gelang den Gästen mit einer schnellen 2. Welle der 2. Treffer der Partie, ehe, die HSG- Truppe endlich in der 11´ durch einen Gegenstoß den 1. Treffer erzielen konnte. Dann passierte wieder eine Weile nichts, außer erfolgreicher Abwehraktionen und toller Paraden der beiden Torhüter, so dass es nach 15. Minuten erst 1:2 stand. Spätestens mit einer vergebenen, dreifachen Wurfchance völlig frei vor dem Tor, war aber auch allen in der Halle klar, dass das wesentliche Problem die Chancenverwertung war. Denn es gelangen zwar nicht viele Aktionen gegen die Deckungsreihe der Wittenberger, trotzdem hatte man für den Spielverlauf ausreichende Gelegenheiten, die aufgrund der ebenfalls fehlenden offensiven Durchschlagskraft der Gäste zu einem besseren Ergebnis hätte führen müssen. So blieb die Partie bis zum 3:3 in der 22´ausgeglichen und man wusste nicht, wohin das Pendel ausschlägt. Als es dann auf beiden Seiten die ersten Hinausstellungen gab und etwas mehr Platz war, gab es auch sogleich mehr Torchancen. Diese konnte aber nur die Wittenberger nutzen, so dass sie sich auf 3:6 etwas absetzten. Es war einfach zum Haare raufen, welch klare Gelegenheiten vergeben wurden. Das verunsicherte nun auch die Mannschaft, so dass vielfach die Verantwortung hin und her geschoben wurde. Leider fielen in dieser Phase auch die „kleinen“ Entscheidungen stets zu ungunsten der HSG Sieben aus, so dass nicht mehr viel gelang. Den klaren Schlag ins Gesicht von Jessica Meffert übersahen die Schiedsrichter kurz vor der Halbzeit. Dafür nahmen sie das Lachen des Übungsleiters der HSG über eine lächerliche Stürmerfoulentscheidung bei einem direkten Freiwurf mit dem Halbzeitpfiff wahr und gaben noch eine Zeitstrafe gegen die Bank. Das wirkte schon sehr dünnhäutig. So ist das aber im Abstiegskampf.

 

Die Halbzeitansprache fiel diesmal recht kurz aus. Die Chancen waren da, sie musste nur genutzt werden. Der Rest der Pause diente der Regeneration. Am grundsätzlichen Bild änderte sich zu Beginn der 2. Hälfte aber nichts. Die Abwehrreihen dominierten die Partie und in schöner Regelmäßigkeit wurden beste Chancen vergeben. Am Ende sollten es 26 Würfe inklusiver 5 Strafwürfe sein, die entweder die Gästekeeperin bravourös hielt, die am Tor vorbei oder an das Gebälk gingen. Zum Glück hielt Madlen Schröter ebenfalls sehr gut, so dass sich wenig am Abstand änderte. Als es 8:13 stand (42´) konnte sich die HSG endlich einmal etwas befreien und 4 Tore infolge erzielen. Damit hatte die Mannschaft nun deutliches Überwasser und man konnte auf ein gutes Ende hoffen. Nach dem 11:13 folgten jedoch die Schlüsselszenen des Spiels. Erst stieß die scheinbar mittlerweile übermotivierte Gästetorhüterin nach einem Gegentreffer Franziska Schmalz klar gegen die Brust, ohne das dies geahndet wurde. Der Ball konnte aber schnell wieder erobert werden. Ein anschließender Wurfversuch wurde aber leider einmal mehr durch die Torhüterin entschärft. Allerdings fühlte sich die Gästetorhüterin wohl regelwidrig getroffen und beleidigte Carolin Hillert mehrfach. Daraufhin erhielt sie zwar eine Zeitstrafe, das aber folgende, mehrfache Zeigen des „Vogels“ konnte durch die Schiedsrichter wohl wieder nicht wahrgenommen werden. Trotzdem wollte man diese Chance nicht ungenutzt lassen und es folgte gegen die ins Tor gewechselte Feldspielerin ein schneller Wurf, der aber leider am Ziel vorbei ging. Im direkten Gegenstoß fing man zu allem Unglück auch noch das 11:14 (51´). Der neuerliche Angriff ging durch einen nicht erzwungen, technischen Fehler verloren. Es folgte wieder ein Gegenstoß und Tor. Das demoralisierte die Mannschaft. Auch eine Auszeit änderte nichts mehr, so dass die Gäste am Ende noch souveräner gewannen, als es dem Spielverlauf entsprach. Trainer Jan Förster meinte zur Partie: Das Spiel wird mir noch eine Weile schwer im Magen liegen. Ich kann mich nicht erinnern ein Spiel mit lediglich 13 Toren bei vergleichbaren Möglichkeiten erlebt zu haben. Dazu kommen Schiedsrichter, die mir klar zu verstehen gaben, dass ich als ehemaliger Schiedsrichter wohl zum Schweigen auf der Bank verdammt bin, weil sie sonst die „kleinen“ Entscheidungen, die im Handball so entscheidend sein können, gegen meine Mannschaft entscheiden. Es kam einfach alles Zusammen. Kompliment an Wittenberg. Der Deckungsverbund und insbesondere die Torhüterin waren für uns heute einfach nicht zu knacken.

 

Schröter und Michael im Tor, Schmalz(5), Hillert(3), Meffert, Stollberg(je 2), Ludwig(1), Kupfer, Schmidt, M., Schmidt, S., Graul, Lassen

 

Spielbericht vom 01.04.2012:

SV Irxleben - SpG HSG Großgrimma/Zeitz  31:22 (19:10)

 

Spiel nach 30 Minuten entschieden

Zur Auswärtspartie gegen Irxleben, hatte sich die HSG Sieben vorgenommen, über die sichere Deckung geduldig im Angriffsspiel die eigenen Möglichkeiten zu suchen. Letztlich gibt es nicht mehr viele Möglichkeiten zu punkten und daher muss jede Chance ergriffen werden. Zumindest schien dieser Zwang besonders das Abwehrspiel aber eher zu belasten als anzuspornen. So stand es nach 4 Minuten, in denen man zu fahrlässig mit den eigenen Chancen umging bereits 4:1 für die Gastgeberinnen. Auffällig war das langsame Arbeiten zur Ballseite, welches sonst eigentlich die Stärke der eigenen Deckungsreihe war. Dadurch zwang man sich selbst immer in den defensiven Zweikampf, der zu oft auch noch verloren wurde. So stabilisierte man in der Folge besonders angetrieben von einer effektiven linken Achse mit Franziska Schmalz und Carolin Hillert zwar die Offensivleistung und es gelangen einige schöne Treffer, da die Gastgeberinnen aber keine Schwächen zeigten und immer wieder die richtige Antwort hatten, gelang es nicht, den Vorsprung aufzuholen. So blieb die Partie zwar ausgeglichen, aber eben mit einem relativ entspannten Vorsprung der Gastgeberinnen (13:9 in der 23. Spielminute). Allerdings war natürlich in dieser Phase noch nichts verloren. In den Folgeminuten verlor man jedoch die Linie im Angriffsspiel. Zu oft versucht man jetzt die Vorgezogene der Gästedeckung zu hinterlaufen, anstatt durch eine Aufbausperre oder schnelle Spielverlagerung eine Überzahlsituation zu schaffen. Dadurch verlor man einige Bälle, die die Irxlebenerinnen konsequent nutzten. Immer wieder gelang es ihnen mit druckvollen Parallelstößen die Deckung auszuhebeln und über die Außenpositionen zu klaren Gelegenheiten zu kommen, die sehr effektiv genutzt wurden. Die Folge war das 19:10 zur Pause. In der Kabine forderte Trainer Jan Förster die geknickte HSG- Truppe auf, die erste Halbzeit abzuhaken und gedanklich bei 0:0 zu beginnen. Es wurden noch kurz die Fehler angesprochen und dann ging es wieder auf die Platte. In der 2. Hälfte konnte man sich besonders in der Deckung stabilisieren und ließ nun weniger zu. Außerdem bekam Torhüterin Madlen Schröter auch die eine oder andere Hand an den Ball. Auch im Angriff versuchte man jetzt gezielter die Deckung zu binden, um sich Wurfchancen zu erarbeiten. So blieb die Partie ausgeglichen. Allerdings verhinderte besonders die wiederum schwache Chancenverwertung von Außen und auch bei drei Gegenstößen jegliche Aufholjagd. Dadurch wurden die Gastgeberinnen auch nicht mehr gezwungen, alles zu geben. So blieben am Ende auch verdient mit 31:22 die Punkte in Irxleben. Trainer Jan Förster meinte zur Partie: Besonders die Deckungsleistung in der 1. Hälfte war sehr schwach. Schnelle Parallelstöße sollten eigentlich nicht reichen, um unsere Defensivordnung aufzulösen. Irxleben war heute unglaublich effektiv und wir haben keine Mittel dagegen gefunden. Darüber muss noch einmal gesprochen werden.

 

Schröter im Tor, Schmalz(9), Hillert(5), Meffert, Stollberg(je 3), Schmidt, M., Lassen (je 1), Graul, Schmidt, S., Ludwig, Horn

Spielbericht vom 18.03.2012:

HSG Großgrimma/Zeitz - SG Seehausen   19:27 (10:13)

 

Am Ende fehlte die Durchschlagskraft

 

Zum Heimspiel gegen den Viertplatzierten aus Seehausen hatte man sich vorgenommen, durch konsequente Deckungsarbeit die beiden gefährlichsten Angreifer der Gäste zu stoppen und dann geduldig im Angriff die eigenen Möglichkeiten zu suchen. Die Anfangphase verlief bis zum 2:2 ausgeglichen (6´). Dann konnten sich die stets durch schnelles Spiel gefährlichen Gäste ein wenig auf 2:5 absetzen (11´). Da die Deckung gegen den Positionsangriff der Seehäuser jedoch wenig zu ließ und auch Madlen Schröter im Tor einige gefährliche Bälle parierte, gelang es über ein 6:8 auf 9:9 kurz vor der Pause auszugleichen. Einige Nachlässigkeiten führten dann aber zu zwei Gegenstößen und einem 7m Gegentor, was zur erneuten drei Tore- Führung der Gäste genutzt wurde. Auch dem 10:12 folgte ein schnelles Gegentor. Trotzdem gelang es den aufopferungsvoll kämpfenden HSG- Spielerinnen noch einen Strafwurf mit dem Pausenpfiff zu erzwingen. Wie so oft in dieser Saison, konnte dieser „Big point“ aber nicht gesetzt werden. So blieb es beim Rückstand. Trainer Jan Förster forderte geduldig zu bleiben und besonders in der Deckung weiter konsequent zu agieren. So blieb auch die Anfangsphase der zweiten Hälfte ausgeglichen. Allerdings zeigte sich immer deutlicher, dass man die rechte Abwehrseite gegen die sehr agile Johanna Willing und die auch aus spitzestem Winkel treffsichere Katja Steinke nicht effektiv genug verteidigen konnte. Beide erzielten 24 (!) der insgesamt 27 Treffer der Gäste. Dazu kam, dass eigene Fehler zumeist sehr konsequent durch Gegenstöße bestraft wurden. Als in einer Phase zwischen 35´und 45´Spielminute dann auch noch die eine oder andere strittige Entscheidung etwas einseitig auf der HSG- Seite mit Hinausstellungen bestraft wurde, nutzten das die Seehäuserinnen konsequent, um einen entscheidenden Vorsprung heraus zu werfen (14:20 in der 46´). Zwar kämpfte die HSG- Sieben weiter, aber man merkte einfach, dass am Ende die letzte Konzentration aber auch das Quäntchen Glück fehlte, um so eine Partie auch einmal drehen zu können. Als Beleg mögen die wieder verworfenen 4 von 7 Strafwürfen, sowie insgesamt 7 Pfostentreffer gelten. Am Ende bleibt aber, dass es der HSG Sieben schwer fällt, aus einer guten Deckung heraus den endgültigen Schwung mit in die Angriffsaktionen zu nehmen. Daran gilt es weiter zu arbeiten. Dementsprechend meinte Trainer Jan Förster zur Partie: Leider kommen wir über gute Ansätze nicht hinaus. Sicherlich merkt man der Mannschaft in manchen Situationen auch die Rückschläge der vergangenen Partien an. Der Wille zu siegen, war heute zu spüren, allein es fehlt ein bisschen Gelassenheit, um zum Beispiel einen Rückstand von fünf Toren auch einfach wieder durch gezielte Aktionen und nicht nur ungestümen Aktionismus aufzuholen.

 

Schröter und Michael im Tor, Meffert(7), Schmalz(4), Stollberg(3), Graul(2), Hillert, Lassen, Schmidt, M.(je 1), Ludwig, Kupfer, Schmidt, S.

 

Spielbericht vom 11.03.2012:

Dessau-Roßlauer HV 06 - HSG   26:17 (13:9)

 

Am Sonntag reiste man zur Auswärtspartie nach Dessau. Nach dem schwachen Spiel gegen den Tabellenführer aus Schkopau galt die Vorgabe, eine vor allem kämpferisch überzeugendere Leistung gegen die Gastgeberinnen zu zeigen. Das beherzigte die Mannschaft in den ersten Minuten. Besonders in der Deckung agierte man konzentriert und ließ wenige Möglichkeiten zu. Auch im Angriff spielte man druckvoller als zu letzt und erarbeitete sich Chancen. Dadurch blieb es mit dem 3:3 nach gut 10 Minuten sehr ausgeglichen. In den folgenden Minuten gelang es jedoch nicht, die Effektivität zu erhalten. So konnte Dessau/Roßlau vergebene Angriffsaktionen über schnelle Gegenstöße oder druckvolle 1:1 Aktionen in eine 8:4 Führung ummünzen. In dieser Phase vergab man zwei Strafwürfe und zwei klare Gelegenheiten über die Außenpositionen. Danach fing man sich jedoch wieder und konnte zum 8:6 anschließen. Erneute zwei Gegenstöße nach Ballverlusten stellten aber den alten Abstand wieder her. Trotz aller Versuche konnte man bis zur Pause nicht wieder aufschließen. Das Hauptproblem lag jedoch nicht im spielerischen Bereich sondern bei der wirklich schwachen Chancenverwertung. Allein 6 Würfe aus aussichtsreicher Position wurden teilweise kläglich vergeben. Dazu kamen noch 2 Strafwürfe und ein Gegenstoß. Trotzdem war noch lange nichts verloren. In der Pause forderte Trainer Jan Förster mehr Konzentration bei den Abschlüssen und Vertrauen in die eigenen Stärken. Entsprechend motiviert ging man in die 2. Hälfte. Da lief allerdings erst einmal wenig zusammen. Im Angriff agierte man überhastet und spielte den heraustretenden Gegnerinnen zu oft den Ball einfach in die Arme, welche diese dankbar zu schnellen Aktionen nutzten. Gleichzeitig blieb die eigene Wurfquote unterirdisch. Die gegnerische Torhüterin wurde besonders von den Außenpositionen immer wieder berühmt geworfen. Das frustrierte die Mannschaft zusehend, so dass nun auch in der Deckungsarbeit die Konzentration verloren ging. Besonders bei Übergängen funktionierte die Übergabe nicht und ermöglichte einfache Gegentore. Damit entschied der Gastgeber die Partie. Erst nach dem 21:11 und einer Auszeit spielte man wieder mit und konnte so wenigsten noch das Ergebnis etwas freundlicher gestalten. Insgesamt bleibt festzuhalten, dass eine Wurfquote von den Außenpositionen von 2 Treffern bei 18 Versuchen sowie lediglich 3 von 6 Strafwürfen einfach zu schwach ist, um einen Gegner wirklich in Gefahr bringen zu können. Trainer Jan Förster meinte zum Spiel: Wir haben heute gute Ansätze selbst zunichte gemacht. Da wir für jede Wurfgelegenheit viel Aufwand betreiben müssen, ärgert es doppelt und dreifach, wenn wir sie dann teilweise so kläglich wie heute vergeben. So kann man niemanden in Gefahr bringen und verliert verdient.

 

Schröter und Michael im Tor, Schmalz (7), Schmidt, S.(4), Meffert(3), Hillert, Stollberg, Graul(je 1), Horn, Kupfer, Ludwig

Spielbericht vom 26.02.2012:

HSG Großgrimma/Zeitz - TSV Niederndodeleben II  22:21 (10:10)

 

Am Sonntag war mit dem TSV Niederndodeleben II ein direkter Konkurrent um den Klassenverbleib in Hohenmölsen zu Gast. Daher wäre alles andere als ein Sieg schwer zu kompensieren gewesen, zumal Schönebeck ihr Heimspiel gegen Weißenfels bereits am Sonnabend souverän gewonnen hat. Daher lautete die Vorgabe, aus einer konsequenten Deckung heraus gezielt auf die Nahtstellen im gegnerischen Deckungsverbund zu stoßen. Von Beginn an merkte man der Partie die Pflicht zu gewinnen für beide Teams an. So wirkten die Aktionen recht zerfahren und es gab viele 1:1 Aktionen. Allerdings erwischte die Heimsieben den besseren Start und führte nach zehn Minuten mit 4:3. Niederndodeleben ließ sich jedoch nicht abschütteln und kam besonders durch einige Unkonzentriertheiten bei der Übergabe und Übernahme bei Übergängen zu einfachen Treffern. Die HSG musste da deutlich mehr Aufwand für Ihre Treffer betreiben, konnte aber trotzdem bis zur 25. Spielminute eine 9:7 Führung behaupten. Dann gelangen den Gästen jedoch zwei einfache Treffer zum Ausgleich. Die nochmalige 10:9 Führung hätte kurz vor der Pause sogar noch durch einen Strafwurf zum 11:9 ausgebaut werden können. Allerdings wurde die Möglichkeit 10 Sekunden vor Schluss vergeben und im direkten Gegenstoß konnte Niederndodeleben noch ausgleichen. In der Pause forderte Trainer Jan Förster druckvolleres Spiel und mehr Beweglichkeit in der Deckung. Entsprechend motiviert ging man in die 2. Hälfte. In den folgenden Minuten dominierten die Abwehrreihen das Geschehen. Besonders aus der Aufbaureihe konnte in dieser Phase nicht erfolgreich agiert werden. So gingen die Gäste mit 13:12 erstmalig in Führung (37´). Die Partie blieb in der Folge ausgeglichen, allerdings konnten die Gäste stets eine leichte Führung behaupten. Selbst eine doppelte Unterzahl konnte die Heimsieben nicht zu klaren Aktionen nutzen, so dass Niederndodeleben mit 16:14 die Situation sogar noch mit einer höheren Führung überstand (43´). In dieser Phase erspielte man sich zwar einige Gelegenheiten besonders über Außen, blieb aber zu oft im Abschluss schwach. So kämpfte man sich auf 17:17 heran, um dann gleich zwei einfache Treffer zum 19:17 für die Gäste zu zulassen. In dieser Phase glaubten wohl viele, dass es heute nichts mehr wird. Allerdings bewies die Mannschaft Moral und kämpfte sich nach dem 21:19 kurz vor Schluss auf ein 21:21 heran. Eine Minute vor Schluss war Niederndodeleben im Angriff. Die HSG mobilisierte, motiviert durch die letzten Minuten, noch mal alle Kräfte und verteidigte sehr agil. 45 Sekunden vor Schluss nahm der Gast die Auszeit, um das drohende Zeitspiel zu verhindern. Motivieren musste man niemanden mehr. Trainer Jan Förster mahnte zur Konzentration, da das Zeitspiel bald angezeigt werden würde. Dann sollte man noch einmal konzentriert nach vorne Spielen und erst kurz vor Schluss einen Wurf anbringen, um wenigstens den Punkt zu retten. 30 Sekunden vor Schluss hoben die Schiedsrichter den Arm. Niederndodeleben bekam noch einen Freiwurf zu gesprochen, doch auch diesen wehrte man geschickt ab und gelang 20 Sekunden vor Schluss selbst noch einmal in Ballbesitz und startete einen Gegenstoß. Diesen unterbanden die Gäste und man führte 10 Sekunden vor Schluss einen Freiwurf aus. Nach einer kurzen Ballstaffette bekam Katrin Stollberg auf Rechtsaußen den Ball, nahm sich ein Herz und zog konsequent aufs Tor. Ein Aufsetzer in die lange Ecke sorgte so drei Sekunden vor Schluss für grenzenlosen Jubel bei der Heimmannschaft, da so tatsächlich noch der so wichtige Sieg errungen werden konnte. Trainer Jan Förster meinte zum Spiel: Das Spiel lebte heute von der Spannung und beide Mannschaften hätten gewinnen können. Ich bin überglücklich, dass wir es geschafft haben, über 60 Minuten die Spannung aufrecht zu halten. Das Spielerische ist mir heute egal. Es ging um zwei Punkte und nicht um Schönspielerei. Es war ein Sieg der Mannschaft, aus der ich niemanden hervorheben möchte.

 

Schröter im Tor, Meffert, Schmalz (je 6), Hillert(5), Stollberg(4), Lassen(1), Horn, Graul, Schmidt, S., Schmidt, M., Kupfer, Ludwig

Spielbericht vom 29.01.2012:

TuS 1860 Magdeburg- Neustadt - HSG Großgrimma/Zeitz 29:17 (13:8)

 

Stark ersatzgeschwächt chancenlos

Nach der Derbyniederlage letzte Woche rechnete man sich gegen den derzeit Tabellenzweiten wenig aus. Zusätzlich mussten kurzfristig 4 Spielerinnen krankheits- und arbeitsbedingt passen, so dass lediglich 8 Spielerinnen die Reise nach Magdeburg antraten. Trotzdem sollte die Personalmisere nicht als Ausrede dienen, sich willenlos in das Schicksal einer Niederlage zu fügen. So forderte Trainer Jan Förster auch die notwendige Konzentration im Deckungsverbund und besonders nach Ballgewinnen ein schnelles Umschalten. Das beherzigte die Mannschaft zu Beginn und startete mit einer 1:3 Führung (5´) in die Partie. Erst allmählich konnte die Heimmannschaft im Zuge einer Zeitstrafe für die HSG etwas Überwasser gewinnen und mit 4:3 in Führung gehen. Insgesamt fehlten in dieser Phase der unbedingte Wille zum Torwurf und zusätzlich das Wurfglück. Alleine viermal traf man in dieser Phase Pfosten oder Latte. Das nutzten die Gastgeberinnen immer wieder zu Gegenstößen, denen die HSG - Damen ohne wirkliche Wechselmöglichkeiten in der stickigen Luft der Halle ihren Tribut zollen mussten. Als dann Carolin Hillert für ein Allerweltsfoul auch noch die 2. Zeitstrafe bereits in der 16. Spielminute erhielt, wurden Umstellungen im Deckungsverbund erforderlich. Beim Stande von 9:3 nahm man deshalb die Auszeit und forderte, sich nicht aufzugeben und weiter um jeden Ball zu kämpfen. Schließlich rissen auch die Landeshauptstädterinnen an diesem Tag keine Bäume aus, waren aber zwingender in ihren Aktionen. Das beherzigte die Mannschaft und man konnte die Partie in der Folge auch durch einige schöne Einzelaktionen und guten Paraden von Madlen Schröter im Tor wieder offener gestalten. Mit 13:8 ging es in die Kabine. In der Pause besprach man noch einmal die Abstimmungsschwierigkeiten in der Deckung und forderte gerade gegen die offensive Ausrichtung der Gastgeberinnen in die Tiefe gehende Aktionen. So gelang es auch, die Partie in der Folge ausgeglichen zu gestalten und bis zum 17:12 den Abstand gleich zu halten (40´). Dann folgte jedoch wieder eine Schwächeperiode, in der man der immer kämpfenden Mannschaft Konzentrationsfehler und fehlende Ideen anmerkte. Folglich konnten die Gastgeberinnen das Ergebnis auf 25:14 in die Höhe schrauben. Daran änderte auch eine erneute Auszeit nichts (49´). In dieser Phase gelang es aber auch nicht, die durchaus noch vorhandenen Chancen zu nutzen. Damit war die Partie natürlich klar entschieden und die letzten Minuten waren eher belanglos. Beim Stand von 29:17 pfiffen die Schiedsrichter ab. Trainer Jan Förster meinte zum Spiel: Manchmal reicht Kampf nicht. Wir konnten heute die fehlenden Wechselalternativen so nicht kompensieren, obwohl doch das eine oder andere Mal auch erfolgreich agiert wurde. Die beiden Schwächeperioden in den jeweiligen Halbzeiten führten aber zu der verdienten Niederlage. Ich hoffe, in den 3 Wochen spielfreie Zeit lichtet sich das Lazarett wieder etwas.

 

Schröter im Tor, Hillert(5), Stollberg(4), Meffert, Schmalz(je 3), Schmidt, S.(2), Kupfer, Horn

Spielbericht vom 22.01.2012:

HSG Großgrimma/Zeitz - Weißenfelser HV 91 19:24 (9:10)

 

Am Ende Bigpoints vergeben

 

Am Sonntag war zum Burgenlandkreisderby Wiedergutmachung für die erhebliche 27:15 Niederlage im Hinspiel angesagt. Entsprechend motiviert ging die HSG Sieben auch in die Partie. Man wollte gute Deckungsarbeit zeigen, um Ballgewinne zu schnellen Abschlüssen aus der 2. und 3. Welle zu nutzen. Im Positionsangriff sollte gegen die als aggressiv bekannte Gästedeckung beherzt in die 1:1 Situation gegangen werden, um Freiräume für die Nebenleute zu schaffen, oder selbst zum Abschluss zu kommen. Von Beginn an entwickelte sich eine ausgeglichene Partie mit viel Kampf und Einsatz, welche von beiden Abwehrreihen dominiert wurde. Durch die gut 100 Zuschauer kam auch ein entsprechendes Derbygefühl auf, welches beide Mannschaften sichtlich antrieb. Lediglich durch 2 vergebene Strafwürfe der HSG gelang es den WHV- Damen in der Anfangsphase über ein 1:3 (7´) auf ein 2:5 in der 15. Spielminute davon zu ziehen. Anschließend ließ die HSG Deckung jedoch nur sehr wenig zu und man konnte sich kontinuierlich heran arbeiten und beim 7:7 erstmals ausgleichen (23´) und kurz darauf mit 8:7 in Führung gehen. In der Folge scheiterte man jedoch unter anderem mit dem 3. Strafwurf an der Gästekeeperin und erlaubte so eine leichte Führung der Gäste zur Pause (9:10). Trainer Jan Förster forderte in der Halbzeit mehr Konsequenz und Beweglichkeit im Angriffsspiel. Die zweite Hälfte begann so, wie die erste endete: Mit viel Herz und Leidenschaft auf beiden Seiten. Die kurze Deckung, abwechselnd gegen die Spielmacherin oder Halblinke der HSG- Aufbaureihe bereitete der Heimmannschaft sichtliche Probleme, da das Angriffsspiel zu statisch war. Allerdings blieb die Deckung weiterhin sicher und wurde durch wichtige Paraden von Dana Michael unterstützt. So blieb die Partie über die Stationen 11:11 (34´), 13:13 (38´) und 16:16 in der 48 Spielminute stets ausgeglichen. Allerdings konnte die Heimsieben durch den eigenen behäbigen Positionsangriff auch nicht in Führung gehen. Nun spielten der Heimmannschaft gute zehn Minuten vor Abpfiff einige Undiszipliniertheiten der Gäste wegen Entscheidungen der wirklich schwachen Schiedsrichter in die Hände, so dass man fast 7 Minuten in Überzahl spielte. Allerdings schien das den Kampfgeist der WHV- Damen mehr zu beflügeln, als den der Heimmannschaft. Denn statt konsequent die Überzahl auszuspielen, nahm man sich Außenwürfe aus relativ schlechten Positionen, die die starke Gästetorhüterin vereiteln konnte und fing im Umkehrspiel selbst Tore. So konnte sich der WHV erstmals mit drei Toren absetzen (18:21, 53´). Als dann in der 54. Spielminute sowohl der WHV- Übungsleiter als auch eine Spielerin kurz nacheinander disqualifiziert wurden, stand das Tor für eine Aufholjagd eigentlich weit offen. Stattdessen vergab man jedoch wieder eine gute Möglichkeit und fing in doppelter Überzahl ein Gegentor (18:22). Das setzte der Moral spürbar zu. Als man dann noch selbst eine überflüssige Zeitstrafe fünf Minuten vor dem Ende erhielt und erneut eine Chance vergab, war die Niederlage besiegelt. Insgesamt war es eine vermeidbare Niederlage in einem spannenden Derby, welches aber aufgrund der eigenen, vergebenen Chancen in der entscheidenden Phase am Ende auch gerecht an die Gäste ging. Trainer Jan Förster meinte zum Spiel: Bis zur 50. Minute habe ich über eine Niederlage überhaupt nicht nachgedacht. Natürlich war unser Angriffsspiel nicht sehr effektiv. Aber meine Mannschaft ließ nicht viel zu. Dann haben wir uns in eigenen Überzahlsituationen einfach dämlich angestellt. Unterzahltore in heiß umkämpften Spielen tun nun mal doppelt und dreifach weh und das hat man dem Auftreten in der Schlussphase angemerkt. Mir tut es aber auch für die Mannschaft leid, da 60 Minuten Kampf am Ende nicht belohnt wurden. Aber so ist manchmal der Sport. Ich denke aber, beide Teams haben Werbung für den Frauenhandball in unserem Landkreis betrieben.

 

Schröter und Michael im Tor, (14/5), Schmalz(7), Meffert, Lassen, Hillert(je 3), Schmidt, S., Stollberg, Ludwig(je 1), Horn, Schmidt, M., Kupfer, König, Linke

Spielbericht vom 15.01.2012:

HSG Großgrimma/Zeitz - BSG Aktivist Gräfenhainichen 18:31 (7:13)

 

Gegen den Landesmeister chancenlos

 Nach dem letzten Spiel in Oebisfelde war die Mannschaft der HSG zumindest zuversichtlich, sich gegen den amtierenden Landesmeister achtbar aus der Affäre ziehen zu können. Bereits in der letzten Saison zeigte das Team aus Gräfenhainichen ein sehr schnelles Umkehrspiel, mit dem sie Fehler im Spielaufbau gnadenlos bestraften. Das sollte leider auch heute entscheidend sein. Aufgrund eines kurzfristigen Ausfalls musste Trainer Jan Förster die Anfangsformation etwas umstellen. Trotzdem stand die Deckungsreihe zu Beginn recht sicher und erschwerte es den Gästen, im Positionsangriff klare Chancen herauszuarbeiten. Außerdem hielt Dana Michael einige Bälle großartig, so dass man in den ersten Minuten in Schlagdistanz blieb (4:5 in der 12´). Allerdings erwies sich von Beginn an das eigene Angriffspiel als zu unsicher und zu behäbig. Die Räume auf der „Platte“ wurden viel zu wenig genutzt und durch ungenaues Passspiel fast jede Auslösehandlung von vorneherein in ihrer Effektivität gemindert. Also blieben am Ende wieder nur Einzelaktionen für den Erfolg, die aber letztlich zu wenig durchschlagskräftig waren. Gleichzeitig gelang es der aufmerksamen Gästedeckung immer wieder Pässe abzufangen oder verworfene Bälle in schnelle Gegenstöße umzusetzen. Hierbei war die HSG gedanklich zu langsam und musste immer wieder zusehen, wie drei bis vier Gegenspielerinnen vor dem eigenen Tor auftauchten, bevor man selbst geschlossen den Rückwärtsgang eingelegt hatte. Besonders die letzten 5 Minuten der ersten Hälfte gehörten den Gästen. Denn nach dem noch akzeptablen 6:10 spielte man den Gegner stark indem man mit unmotivierten Schlagwürfen ohne Vorbereitung und zwei Fehlpässen den 7:13 Pausenstand verursachte. In der Pause forderte der Trainer mehr Konzentration und Laufbereitschaft sowohl in der Deckung als auch im Angriffsspiel. Allerdings blieben die Worte ungehört. Das schnelle 8:13 war nur ein Strohfeuer und in den folgenden 8 Minuten spielten nur die Gäste und konnten mir bemerkenswerter Effektivität auf 9:21 enteilen. Die fällige Auszeit sollte die Mannschaft wecken, einzig es gelang an diesem Tag nicht mehr, eine angemessene Effektivität im Angriffsspiel zu erreichen. Die Körpersprache der Mannschaft verriet jetzt auch, dass man sich mit der Niederlage abgefunden hatte. Dazu kam das immer schlechter werdende Rückzugsverhalten, welches selbst nach eigenen Toren durch schnelle, konsequente Anwürfe zu Gegentoren führte. Offensichtlich war die Mannschaft auch konditionell am Ende. Somit war die Niederlage in dieser Höhe vollkommen verdient. Wenn nicht sowohl Dana Michael als auch später Madlen Schröter immer noch den einen oder anderen freien Wurf entschärft hätten, wäre es wohl noch schlimmer gekommen. Trainer Jan Förster meinte zur Niederlage: Wir haben in den letzten Trainingseinheiten versucht, am Pass- und Zusammenspiel der Mannschaftsteile zu arbeiten. Davon habe ich aber wenig gesehen. Zusätzlich war das defensive 1:1 Verhalten teilweise naiv und die Rückzugsbewegungen mangelhaft. Wir müssen uns wohl auch wieder etwas mehr im Training um die konditionellen Grundlagen kümmern, da die Mannschaft heute recht frühzeitig platt wirkte. Wir müssen anerkennen, Gräfenhainichen war klar besser, auch wenn sie nicht einmal durchgängig geglänzt haben. Wir sollten einen schnellen Haken an das Spiel machen. Dass wir es deutlich besser können, haben die letzten Partien gezeigt.

 

Schröter und Michael im Tor, Hillert(5), Meffert, Schmalz, Schmidt, S.(je 3), Ludwig, Stollberg, Kupfer(je 2), Schmidt M., Lassen

Spielbericht vom 07.01.2012:

SV Oebisfelde 1895 - HSG Großgrimma/Zeitz   23:23 (13:11)


Am Ende noch einen Punkt verspielt

 

Hätte vor der langen Auswärtsreise nach Oebisfelde einer der Mannschaft gesagt, ihr erreicht ein Unentschieden, hätten das wohl alle der HSG sofort begeistert angenommen. So richtig Freude kam dann nach dem Schlusspfiff aber doch nicht auf. Dafür war der Spielverlauf besonders zum Ende des Spiels einfach zu ärgerlich. Aber der Reihe nach. Die Vorgaben waren klar. Nach der überzeugenden Leistung im letzten Heimspiel konnte das Ziel nur sein, auf der Basis einer konsequenten Deckungsarbeit geduldig eigene Chancen herauszuarbeiten. Entsprechend engagiert begann man die Partie. Durch hohe Beweglichkeit ließ man ein gezieltes Aufbauspiel der Gastgeberinnen nicht zu und konnte immer wieder Bälle erobern oder den Gegner zu Fehlern zwingen. Im eigenen Angriffsspiel suchte man konsequent die klare Torgelegenheit, litt aber etwas unter Timingschwächen im Passspiel, weswegen man der ebenfalls kompakten Deckung der Gastgeberinnen die Abwehrarbeit erleichterte. So blieb die Partie in der Anfangsphase ausgeglichen (3:3 nach 7 min.). In den folgenden Minuten gelang es dann durch Balleroberungen, eine erste Führung herauszuwerfen (4:7 in der 13. min). Besonders das hohe Laufpensum forderte aber seinen Tribut, so dass einige Unkonzentriertheiten zu Fehlpässen führten, die die Gastgeberinnen zu einfachen Gegenstoßtreffern nutzen und so ihrerseits mit 9:8 in Führung gehen konnten. Mittlerweile ist die Mannschaft aber gefestigter als zu Beginn der Saison. Deshalb überstand man die schwache Phase relativ gut. Etwas ärgerlich war der verfrühte Abschluss kurz vor Ende der Halbzeit, der zu einem Gegenstoß führte, der den Gastgeberinnen quasi mit dem Halbzeitpfiff noch die 2 Tore Führung bescherte. In der Pause forderte Trainer Jan Förster noch mehr Konzentration und Geduld im Aufbauspiel. Das setzte die Mannschaft in der 2. Hälfte von Beginn an um. Die Deckung stand jetzt sehr gut und ließ in den ersten 15 Minuten gerade einmal 3 Gegentore zu. Gleichzeitig gelang es, immer wieder die Lücke im gegnerischen Deckungsverbund zu finden und entweder direkt zu verwerten oder einen Strafwurf herauszuarbeiten. Wenn es etwas zu bemängeln gab, dann war es die Wurfquote von den Außenpositionen. So stand es also nach guten 15 Minuten 16:20 und man hatte eine sehr gute Ausgangsposition. Eine Auszeit der Gastgeberinnen unterbrach allerdings etwas den Spielfluss, so dass den Gastgeberinnen nach Balleroberungen 3 schnelle Tore in Folge gelangen und beim Stand von 19:20 alles wieder offen war. Die fällige Auszeit nutzte der Trainer, um an die eigenen Stärken zu erinnern und mehr Geduld und Genauigkeit im Angriffsspiel zu fordern. So stabilisierte man das Spiel und konnte wieder auf 20:22 davon ziehen (55. min). Eine doppelte Unterzahl der Oebisfelderinnen hätte eigentlich das Pendel noch deutlicher zu Gunsten der HSG ausschlagen lassen müssen. Nun zeigte sich aber leider ein Problem fast aller Spiele dieser Saison: Die scheinbare Angst vorm Siegen. Denn statt geduldig die Uhr herunter zu spielen, hörte man auf sich zu bewegen und nahm sich schnelle Würfe aus schlechten Positionen, anstatt sich gezielt eine Gelegenheit zu erarbeiten. Dadurch verlor man insgesamt knapp 4 Minuten Überzahl mit 1:0 und es stand 22:21 aus Sicht der HSG. Auch die 23:21 Führung brachte drei Minuten vor Abpfiff keine Sicherheit. Stattdessen ließ man einen einfachen Treffer zu (22:23) und vertändelte 20 Sekunden vor Schluss einen Angriff und fing sich noch den Ausgleichstreffer im Gegenstoß. In den letzten Sekunden gelang nichts mehr. Am Ende bleibt festzuhalten, dass besonders die Abwehr über fast die gesamte Spielzeit funktioniert hat und Sicherheit für das Angriffsspiel gab. Gleichzeitig muss aber in der Offensive noch mehr Gelassenheit gezeigt werden, um eine gute Partie am Ende auch gut abzuschließen. Trainer Jan Förster meinte zum Spiel: Über weite Strecken war ich heute sehr zufrieden. Die Deckungsarbeit war sehr gut und im Angriff wurde meist geduldig gespielt. Am Ende fehlte einfach die Cleverness, um die Partie nach Hause zu schaukeln. Es war aber in jedem Fall ein sehr wichtiger Punkt im Abstiegskampf, den sich die Mannschaft mehr als verdient hat. Ich bin stolz auf die Mannschaft.

 

Schröter und Michael im Tor, Schmalz(10), Meffert(6), Schmidt(4), Hillert, Kupfer, Graul, Stollberg(je 1), König

Spielbericht vom 11.12.2011:

HSG Großgrimma/Zeitz - SG Lok Schönebeck 24:21 (15:10)

 

Am Ende zum Sieg gezittert

 

Wenn man überhaupt noch in diesem Jahr Anschluss halten wollte, musste gegen Schönebeck unbedingt ein Sieg her. Schließlich war es das Duell des Letzten gegen den Vorletzten. Daher war auch allen Beteiligten klar, Schönspielerei wird heute nicht ausreichen. Daher lautete die Vorgabe, sich in der Deckung die notwendige Sicherheit zu holen, um im Angriff aus klaren Auslösehandlungen Chancen zu generieren. Die Partie begann jedoch recht nervös. Die Deckungsreihe stand zwar von Beginn an sicher, da man im Angriff aber zweimal vertändelte, musste die HSG Sieben den 0:2 Rückstand wegstecken. Nach 6 Minuten entschloss man sich, auch an der Partie teilzunehmen. Im Angriff wurden jetzt geschickt die sich bietende Räume genutzt und vor allem strahlte das Passspiel mehr Sicherheit als in den letzten Partien aus. So konnte man mit 4:3 erstmals in Führung gehen (10´). Die agile 3:2:1 funktionierte heute gut, da sich jeder seiner Rolle bewusst war und man sich stets gegenseitig aushalf. Einzig zwei frühe Zeitstrafen behinderten etwas den Spielfluss. Da man aber wenig zu ließ und die starke Madlen Schröter im Tor unter anderem drei Strafwürfe parierte, konnte man stets eine leichte Führung behaupten (9:6 in der 18´). Im Anschluss kamen die Gäste wieder etwas auf und verkürzten auf 9:8. Die fällige Auszeit nutzte Trainer Jan Förster, um die Partie zu beruhigen und noch einmal an die taktischen Vorgaben zu erinnern. Das beherzigte die Mannschaft, so dass bis zur Halbzeit ein beruhigendes 15:10 herausgeworfen werden konnte. In der Kabine gab es nicht viel zu kritisieren. Man sollte lediglich das Tempo möglichst hoch halten und weiter aggressiv verteidigen. Trotz des schnellen 15:11 beherzigten das die HSG - Damen und schlossen nahtlos an die starke Schlussphase der Hälfte 1 an. Die 19:11 Führung sollte eigentlich Sicherheit geben. Allerdings kam es nach 40 Minuten zu einem Bruch im Spiel. Die Deckung stand zwar weiterhin ordentlich, im Angriff fehlte dafür die Bewegung ohne Ball und das druckvolle Stoßen auf die Nahstellen der Deckung. Dadurch wurde es der kompakten Gästedeckung einfach gemacht, die Angriffe abzuwehren. Beim 19:15 nahm der Übungsleiter dann die Auszeit, um besonders im Angriff klare Aktionen einzufordern. Einzig die Mannschaft konnte es nicht mehr umsetzten. Man spürte förmlich, wie sich Verunsicherung der Mannschaft bemächtigte. Und was angesichts der ersten 40 Minuten auch die Zuschauer kaum glaubten, die Schönebecker holten Tor um Tor auf und plötzlich stand es 5 Minuten vor dem Abpfiff 21:21. Es blieb der sehr starken Carolin Hillert vorbehalten, von Außen die erlösende 22:21 Führung zu erzielen. Das aktivierte noch einmal die letzten Kräfte, so dass man den Gästen noch zweimal den Ball abnehmen und zu Torerfolgen nutzen konnte, um dann den vielumjubelten 2. Sieg zu feiern. Trainer Jan Förster meinte zum Spiel: Nach dem 19:11 dachte ich, das Spiel ist gelaufen, zumal die Damen heute besonders stabil in der Deckung standen. Dass es dann doch noch mal spannend wurde, war vor allem der unerklärlichen Ideenlosigkeit im Angriff geschuldet. Aber die Mannschaft hat immer gekämpft und so bin ich am Ende sehr stolz auf die Mädels. Das war die richtige Antwort auf das schwache Spiel der letzten Woche.

 

Schröter im Tor, Schmalz, Hillert(je 7), Meffert(5), König(3), Ludwig, Stollberg(je 1) Graul, Kupfer, Schmidt M., Schmidt, S.

 

Spielbericht vom 03.12.2011:

HBC Wittenberg - HSG Großgrimma/Zeitz 27:19 (11:7)

 

Vorgaben konnten nicht umgesetzt werden

 

Im Spiel am Samstagabend gegen den Aufsteiger in die Sachsen- Anhalt- Liga aus Wittenberg ging es für die HSG um wichtige Punkte gegen den Abstieg. Die Vorgaben lauteten daher aus einer sicheren Deckung, druckvoll im Positionsspiel zu agieren, um sich Möglichkeiten zu erarbeiten. Wittenberg spielte über weite Strecke eine offensive Deckungsvariante. Das stellte die HSG- Sieben vor scheinbar unlösbare Aufgaben. Es gelang zu keiner Zeit Dynamik über die Aufbaureihe zu generieren, so dass bereits in der Anfangsphase eine sehr zerfahrene Partie von Seiten der Gäste entstand. Immer wieder gelang es den Gastgerberinnen durch geschicktes Laufspiel die Passwege zu zu stellen. Da aber besonders die Bewegung ohne Ball in den Reihen der HSG fehlte, wurde es ihnen auch relativ einfach gemacht, immer wieder Bälle abzufangen und zu schnellen Gegenstößen zu nutzen. Somit warfen sie eine 6:2 Führung heraus, die in der 12. Minute zur Auszeit zwang. In dieser forderte Trainer Jan Förster mehr Zug auf die Nahtstellen der Deckung und Laufspiel ohne Ball über das gesamte Spielfeld. Eben das, was man gegen eine offensive Deckung tun muss. Einzig die Mannschaft konnte es nicht umsetzen. Lediglich Carolin Hillert auf Linksaußen setzte mit 4 Treffern einige Akzente. Das 11:4 (25´) war, trotz einiger schöner Paraden von Dana Michael, eine Demonstration guter Abwehrarbeit der Wittenberger. Danach gelang es der HSG ein wenig das Spiel zu beruhigen und wieder auf 11:7 aufzuschließen. Bei einer besseren Chancenverwertung wäre sogar noch mehr drin gewesen. Aber, wie viel zu oft in den letzten Wochen, scheiterte man regelmäßig an der starken Torhüterin oder den eigenen Nerven. Das 11:7 zur Pause ließ aber noch Möglichkeiten offen, zumal eine Zeitstrafe gegen den Gegner zu Beginn der 2. Hälfte eine Überzahl bedeute. In der Pause versuchte der Übungsleiter erneut zu erläutern, wie gegen die offensive Deckung gespielt werden müsse. Die Mannschaft schien auch wieder motiviert. Die 1. Minute der 2. Hälfte war dann aber schon kurios. In eigener Überzahl und bei eigenem Anwurf gelang es tatsächlich innerhalb von 60 Sekunden dreimal den Ball geradezu dilletantisch an die Gastgeberinnen abzugeben, so dass diese auf 14:7 enteilen konnten. Das wirkte selbstverständlich nicht gerade förderlich für das sowieso angekratzte Selbstbewusstsein, so dass es den Damen der HSG nur sehr mühsam gelang, sich wieder auf 5 heranzuarbeiten (18:13, 39´). Danach plätscherte die Partie nur noch dahin. Nachlässigkeiten in der Deckung erlaubten den Gastgeberinnen zusätzlich einfache Treffer aus dem Rückraum. Da man nicht einmal eine doppelte Überzahl ohne Gegentor überstand, war der ungefährdete 27:19 Erfolg der Wittenberger, auch in dieser Höhe, verdient. Trainer Jan Förster meinte zum Spiel: Ich war heute enttäuscht. Ich hatte nicht das Gefühl, dass ich die Mannschaft mit meinen Anweisungen erreichen konnte. Ohne freie Köpfe kann man im Spiel nicht bestehen. Das hat man heute gesehen. Es gibt noch viel zu tun.

 

Michael im Tor, Schmalz, Hillert(je 4), König(3), Lassen, Meffert, Graul(je 2), Stollberg, Kupfer(je 1)

 

Spielbericht vom 27.11.2011:

HSG Großgrimma/Zeitz - SV Irxleben 1919 21:26 (9:14)

 

Wieder einmal schwache Chancenverwertung

 

Zum Heimspiel gegen Irxleben, wollte die HSG- Mannschaft endlich wieder einmal einen Sieg. Dass das nicht leicht werden würde, war jedoch auch klar. Die Kernschwäche der letzten Partien war die mangelhafte Chancenverwertung. Und diese sollte auch diesmal die Partie entscheiden. Der Beginn war jedoch vielversprechend. Franziska Schmalz erzielte zwei schöne Treffer und brachte die HSG in Front. Dann fehlte allerdings der endgültige Wille, Tore zu erzielen, so dass vom 3:3 an erst einmal nur Irxleben spielte und ein 3:8 heraus warf (13´). Die fällige Auszeit und ein Torwartwechsel brachten mehr Sicherheit, ohne dass das Angriffsspiel endgültig überzeugte. Dana Michael konnte allerdings mit einigen, sehenswerten Paraden immer Unachtsamkeiten ihrer Vorderleute ausbügeln. Leider fehlte in dieser Phase von Außen und der Kreisposition das notwendige Wurfgeschick für einfache Tore, so dass man letztlich nur über die Rückraumaktionen wirklich gefährlich war. Das machte es den Irxlebnerinnen einfach, die Führung zu verteidigen. Sie brauchten einfach nur die Mitte zu verdichten und hatten damit gute Chancen. Den Rest erledigten ihre Torhüter. Ein schnell ausgeführter Wurf kurz vor der Halbzeit sollte eine zusätzliche große Schwächung bringen. Nach einer Freiwurfausführung etwa 2 Sekunden vor der Pause erhielt Jessica Meffert den Ball und wollte mit einem schnellen Schlagwurf abziehen. Dabei traf sie eine Gegenspielerin im Gesicht. Das war sicherlich schmerzhaft und sehr unglücklich, warum die Schiedsrichter für diese Aktion jedoch eine Disqualifikation aussprachen, wird ihr Geheimnis bleiben. Zumindest musste man in der 2. Hälfte komplett auf die eigentliche Spielmacherin verzichten. Am eigentlichen Spiel änderte sich aber auch wenig. Kurz nach dem Wechseln konnte man auf 11:14 aufschließen, verlor dann jedoch wieder die spielerische Linie und vergab klare Chancen in Reihe. Dadurch konnte sich Irxleben nach dem 13:16 (36´) beruhigend auf 16:22 absetzen (45´). Bis zum Abpfiff gelang es nicht mehr, trotz des nicht zu übersehenden Einsatzwillens, entscheidend zu verkürzen. Damit gingen diese Punkte letztlich verdient auf die Reise nach Irxleben. Trainer Jan Förster meinte zum Spiel: Wir brauchen dringend einfache Tore.. Vermutlich setzten sich einige Spieler vor dem Tor zu sehr unter Druck. Mit einer Wurfquote von Außen von unter 30% ist heutzutage aber kein Blumentopf mehr zu gewinnen. Und dazu kommt dann noch eine fragwürdige Disqualifikation, die mir die Schiedsrichter auch nach dem Spiel nicht begründen konnten. Das ist menschlich vielleicht nachvollziehbar in unserer Situation aber sehr unglücklich.

 

Schröter und Michael im Tor, Schmalz(8), Stollberg(3), Meffert, Ruprecht, Hillert, Kupfer(je 2), Schmidt, S., Ludwig(je 1), Horn, Schmidt, M., Graul

Spielbericht vom 19.11.2011:

SG Seehausen - HSG Großgrimma/Zeitz 35:27 (17:15)

 

Klassisch Ausgekontert!

 

Am Sonnabend traten die Damen der HSG die weite Reise zum Auswärtsspiel nach Stendal an. Dabei hatte man sogar noch etwas Glück, da die Gastgeberinnen ihre eigene Halle nicht zur Verfügung hatten und deshalb nach Stendal ausweichen mussten, was immerhin gute 40 km weniger Landstaraße bedeutete. Trotzdem fielen auch diesmal wieder unerwartet Spielerinnen aus, so dass man lediglich zu neunt die Reise antreten konnte. Nach dem schwachen Heimspiel vor 14 Tagen gegen Dessau, musste vor allem die Offensivleistung wieder stabilisiert werden, um auch erfolgreichen Handball zu zeigen. Trainer Jan Förster forderte vor der Partie, möglichst einfach aber effektiv zu spielen, um zu allererst Sicherheit zu gewinnen. Konzentriert ging man in die Partie und konnte bis zur 6. Spielminute eine 1:3 Führung heraus werfen. Eine unnötige Zeitstrafe unterbrach dann leider den Spielfluss, so dass man plötzlich 4:3 hinten lag. Bereits jetzt zeigten sich die Gastgeberinnen äußerst beweglich und schnell aus der eigenen Deckung heraus spielend. Im Positionsangriff wurde durch eine engagierte Deckungsleistung aber nur wenig zugelassen. So konnte man auch wieder auf 5:5 ausgleichen. Es entwickelte sich ein grundsätzlich ausgeglichenes Spiel, welches von Seiten der HSG zwar kämpfend aber oftmals glücklos gestaltet wurde. So erarbeitete man sich zwar Möglichkeiten in steter Regelmäßig, vergab aber auch viele leichtfertig und fing dadurch immer wieder Gegenstöße. Dadurch konnte Seehausen beim Stand von 11:8 (17´) erstmals mit drei in Führung gehen. Die HSG ließ sich jedoch nicht abschütteln und konnte nach einer Auszeit beim Stand von 13:10 (22´) sogar wieder auf 14:13 aufschließen. Das mit dem Pausenpfiff erzielte 17:15 durch die heute sehr durchschlagkräftige Franziska Schmalz ließ noch alle Möglichkeiten offen. In der Halbzeit forderte der Trainer mehr Konzentration im Abschluss. Letztlich hatte man bereits 6 Gegentore aus einfachen und erweiterten Gegenstößen hinnehmen müssen. Die Damen gingen auch motiviert in die 2. Hälfte und schafften sofort den Anschluss auf 17:16. Anstatt jedoch weiter druckvoll zu spielen versteifte man sich jetzt auf unmotivierte Einzelaktionen und unkontrollierte Kreisanspiele, die ein gefundenes Fressen für die agile Heimdeckung waren und so innerhalb von nur 4 Minuten eine 22:16 Führung erzielen konnten. Nach dem 24:18 nahm der Trainer die zweite Auszeit, um das eigene Spiel zu beruhigen. Das gelang auch und die HSG- Sieben kämpfte sich zurück in die Partie. Nach dem 25:22 in der 45. schien wieder etwas möglich zu sein. Leider führten jetzt zwei Zeitstrafen in knapper Folge dazu, dass den Einheimischen wieder ein 29:23 Vorsprung gelang (50´). Ab diesem Zeitpunkt verließ nun auch merklich die durchspielende Aufbaureihe die Kräfte und der Druck ging etwas verloren. Unterstützt durch eine inkonsequente Deckungsarbeit auf der linken Außenbahn und wiederum 6 Gegenstoßtoren, musste man so den Gegner letztlich ziehen lassen. Trainer Jan Förster war trotz der klaren Niederlage nicht gänzlich unzufrieden. Er sagte: Die Mannschaft hat heute weitestgehend kontrolliert ihre Chancen gesucht und sich auch erarbeitet. Das war gut. Defizite gab es in der Chancenverwertung und der Rückwärtsbewegung, was allerdings auch den fehlenden Wechselalternativen geschuldet war. 12 Gegenstoßtore sind einfach zu viel, zumal die Masse nach eigenen, klaren Torgelegenheiten fielen.

 

Schröter im Tor, Schmalz(10), Stollberg(5), Hillert(4), Meffert, König(je 3), Schmidt, S.(2), Graul, Horn

 

Spielbericht vom 06.11.2011:

HSG Großgrimma/Zeitz - Dessau- Roßlauer HV 06 15:26 (8:10)

 

Auf die stärkste folgt die schwächste Saisonleistung

 

Nach dem starken Auftritt vom letzten Wochenende wollte man diesmal gegen die Gäste aus Dessau- Roßlau mit einer ähnlichen Leistung Punkte einfahren. Schließlich hatte man gezeigt, dass man sehr wohl auch spielerisch überzeugen kann. Allerdings spürte man von Beginn an eine Art Anspannung in der Mannschaft, die sich in unkontrollierten Angriffsbemühungen niederschlugen. Da den Gästen aber auch nicht viel mehr einfiel, blieb die Partie in der Anfangsphase mit 4:4 ausgeglichen. Es zeigte sich bereits jetzt, dass die eigentlich gute Deckungsreihe heute ebenfalls nicht sehr sattelfest stand und man sich durch fehlendes Verschieben zur Ballseite immer wieder selbst in den defensiven Zweikampf zwang. So hatte man bereits nach 20. Spielminuten 3 Zeitstrafen absitzen müssen und ermöglichte den Gästen, langsam aber sicher davon zu ziehen. Gerade in dieser Phase erlaubte man sich wie so oft auch Fehlversuche in steter Regelmäßigkeit. So stand es nach 20. Spielminuten und bereits 6 Pfostentreffern 4:10 für die Gäste. Dass diese ebenfalls keine Bäume ausrissen, zeigten die nun folgenden 10 Minuten. Die Deckungsreihe steigerte sich etwas, Madeln Schröter konnte einige klare Gelegenheiten wegfischen und schon schloss man auf 8:10 zur Pause auf und hielt die Partie offen. In der Pause versuchte Trainer Jan Förster beruhigend auf die Mannschaft einzuwirken und den Spielaufbau neu einzustellen. Das gelang jedoch nur bedingt, so dass auch der Beginn der 2. Hälfte ausgeglichen und von behäbigen Spielaufbauversuchen beider Mannschaften geprägt blieb. Bis zum 13:15 (40. Spielminute) war der Spielausgang allerdings komplett offen. Was dann geschah, ließ sich nur schwer erklären. Das Spiel der gesamten HSG brach komplett ein. Reihenweise wurde entweder der Gegner direkt angespielt oder man verlor durch einfachste technische Fehler den Ball und geriet immer wieder in Gegenstoßsituationen. Gleichzeitig ging das Timing im gemeinsamen Spiel komplett verloren und selbst 3 Strafwürfe aus den wenigen effektiven Aktionen wurden vergeben. Auch eine Auszeit nach dem 13:19 änderte daran nichts. Erst nachdem durch 10 Gegentore infolge die Partie entschieden war (13:25, 52´), gelang wieder ein eigener Treffer. Dass es heute so einfach werden würde, gegen die HSG zu gewinnen, hatten vermutlich auch die Gäste nicht gedacht. Letztlich war die Niederlage auch in dieser Höhe vollkommen verdient. Trainer Jan Förster meinte nach der Partie: Heute habe ich die Mannschaft nicht verstanden. Sie wollten gewinnen, konnten diesen Willen aber nicht in Leistung umsetzen, sondern alle bauten sich selbst Druck auf, dem sie nicht gewachsen waren. Aber solche Tage kommen vor, die Aufgabe wird es jetzt sein, die Ursachen zu beseitigen. Abgerechnet wird schließlich zum Ende der Serie.

 

Schröter und Michael im Tor, Schmalz(4), Ludwig(3), Lassen, Hillert, Meffert(je 2), Stollberg, Schmidt, S(je 1), Kupfer, Schmidt, M.,Horn, Graul, König

Spielbericht vom 30.10.2011:

HSG Großgrimma/Zeitz - MSV Buna Schkopau 26:30 (14:18)

 

Trotz starker Leistung keine Punkte aber ein Achtungserfolg

 

In der letzten Saison trat man gegen die Mannschaft des MSV Buna Schkopau dreimal an und verlor dreimal mit einem Gesamttorverhältnis von 40:108. Daher rechnete man sich im Heimspiel nicht wirklich etwas gegen die ambitionierten Gäste aus, die auch diese Saison bereits wieder kräftig im Meisterschaftsrennen vertreten sind. Die Vorgaben lauteten also, sich in der Deckung Sicherheit zu erarbeiten und diese im Angriff einzusetzen, um sich Chancen heraus zu spielen. Gleichzeitig sollte man aber das Spiel nicht von Beginn an abhaken sondern befreit aufspielen. Tatsächlich schien die Mannschaft das auch verstanden zu haben. Denn von Beginn an stand man sehr konzentriert in der Deckung und konnte so besonders die gefürchtete Aufbaureihe der Gäste an einfachen Toren hindern. Einzig die Kreisspieler hatte man eigentlich die gesamte Spielzeit über nicht im Griff. Mit genau dem gleichen Einsatz ging man in das Angriffsspiel und zeigte endlich im Punktspiel die Variabilität aus dem 1:1 Verhalten, um entweder Chancen zu erarbeiten oder selbst den Torwurf anzubringen. Angetrieben von der herausragenden Jessica Meffert blieb man so trotz eines kleinen Rückstandes nach 5 Minuten (2:4) immer dran und konnte sogar mit 7:6 und auch mit 8:7 in Führung gehen (16. Spielminute). In der Folgezeit ging jedoch etwas die Ordnung im Angriffsspiel verloren und man ließ einige gute Gelegenheiten ungenutzt, die die individuell stark ausgebildeten Gäste, zu Gegenstößen nutzen konnten. Doch auch der 9:15 Rückstand führte diesmal nicht, wie so oft vorher, zum Einbruch sondern man kämpfte sich wieder ins Spiel. Nach dem 12:16 (27´) blieb die Partie bis zur Pause ausgeglichen. In der Pause mahnte Trainer Jan Förster an, sich nicht auf 30 ordentlichen Minuten auszuruhen, sondern weiter Druck zu machen. Die Gästetrainerin war wohl unzufrieden mit der Leistung ihrer Mannschaft und kam komplett umgestellt aus der Kabine. Das störte die HSG- Mannschaft aber überhaupt nicht. Man erarbeitete sich immer wieder Chancen und konnte so zum 18:20 aufschließen (39´). Als dann auch noch Madlen Schröter einige Großchancen wegfischen konnte, roch es plötzlich beim 23:24 in der 52. Spielminute nach Sensation in der Glückaufsporthalle. Allerdings ließen jetzt doch etwas die Kräfte nach und die letztlich leider stärker besetzte Bank der Gäste erspielte den Sieg. Am Ende muss man sogar der vergebenen Möglichkeit auf zwei nicht eingeplante Punkte nachtrauern. Vor allem hat die Mannschaft gezeigt, dass sie spielerische Qualitäten besitzt, die sie nur viel zu selten zeigt. Trainer Jan Förster meinte nach dem Spiel: Schade, das wäre ein großes Ausrufezeichen gewesen. Ich bin aber sehr stolz auf die Mannschaft. Nun müssen wir diese Leistung aber mitnehmen und gegen Gegner unserer Kragenweite aufs Parkett bringen!

 

Schröter und Michael im Tor, Meffert(14/5), Schmalz(7/2), Ludwig, Hillert, Schmidt, S., Lassen, Graul(je 1), Stollberg, Horn, Schmidt, M., Kupfer

Spielbericht vom 22.10.2011:

TSV Niederndodeleben II – HSG Großgrimma/Zeitz 26:19 (10:9)

 

Nach dem letzten Heimsieg in der Liga gegen Bernburg und der deutlichen Pokalschlappe in Coswig war der Leistungstand vor dem Spiel gegen die Aufsteiger der Magdeburger Randregion nicht vollkommen klar. Da in den kommenden Wochen mit Schkopau und Gräfenhainichen starke Gegner zu erwarten sind, wäre ein erfolgreicher Auftritt enorm wichtig gewesen. Da man die Schwächen im eigenen Angriffsspiel durchaus kennt, konnte also die Devise nur lauten, aus einer sicheren Deckung heraus das Spiel anzunehmen. So ging man auch in die Partie: Man verschob ordentlich in der Deckungsreihe und half sich immer wieder gezielt aus, so dass die auch nicht zwingend agierenden Gastgeberinnen für jeden Treffer hart arbeiten mussten. Im Angriff blieb man jedoch wie immer auf das eigene 1:1 Verhalten angewiesen, was letztlich für die Deckung der Gastgeberinnen berechenbar blieb. Dadurch geriet man mit 4:2 in Rückstand ehe man sich etwas energischer durchsetzen konnte und sogar in der 27. Spielminute mit 9:8 in Führung ging. Das Ergebnis täuschte allerdings über das eigentliche Problem hinweg: die katastrophale Chancenverwertung besonders von den Außenpositionen. Wie auch in den letzten Wochen gelang es viel zu selten aus aussichtsreicher Position den Ball im Tor zu versenken, so dass die Gastgeberinnen trotz berechenbarem, eigenem Aufbauspiels mit einem 10:9 in die Pause gehen konnten. Trainer Jan Förster ermahnte in der Halbzeit weiter zu konzentrierter Deckungsarbeit und noch intensiver die einfachen Mittel im Angriff zum Erfolg zu nutzen. Prinzipiell funktionierte das auch bis zum 13:13 in der 39. Spielminute. Jedoch zeigten sich bereits jetzt Schwächen beim Verschieben zur Ballseite, die es den Gastgeberinnen ermöglichten, immer wieder durch einfachste Körpertäuschungen Tore zu erzielen. Gleichzeitig gelang es für 9 Minuten selbst aus klarsten Gelegenheiten vom Kreis oder 7m Punkt kein eigenes Tor zu erzielen, so dass trotz einer Auszeit nach einem 6:0 Lauf mit dem 19:13 die Vorentscheidung zugunsten der Gstgeber gefallen war (48´). Erst jetzt nahm man wieder am Spiel teil und konnte sich auf 20:16 heran kämpfen. Da man aber selbst in eigener Überzahl klare Chancen vergab, eröffnete man immer wieder Gelegenheiten zum Gegenstoß, die nun gnadenlos genutzt wurden. Damit war nach dem 22:16 (55´) Die Partie endgültig gelaufen. Die letzten Minuten fanden dann ohne Deckungsarbeit statt und so fielen noch einige unwichtige Tore. Als Fazit bleibt festzuhalten, dass die schwache Chancenverwertung besonders von den Außenpositionen und ein unerklärlicher Ordnungsverlust in der Deckungsarbeit in der 2. Hälfte, Erfolge auch gegen letztlich von der Anlage her gleichwertige Gegner derzeit unmöglich machen. Besonders die kollektiven Auszeiten auf dem Spielfeld mit klaren Gewinnphasen für die Gegner rauben meist alle Möglichkeiten für bessere Ergebnisse. Trainer Jan Förster meinte zum Spiel: Manchmal ist das Spiel der Mannschaft einfach kompliziert zu erklären. Da hält man in fremder Halle 40 Minuten mit, um dann in einer Phase die Ordnung zu verlieren und das Spiel widerstandslos herzugeben. Unabhängig spielerischer Defizite fehlt uns im Moment scheinbar vor allem die Bereitschaft zu gewinnen.

 

Schröter im Tor, Meffert(8/6), Schmalz(4/1), Horn(2), Stollberg(2), Ruprecht, Graul(1/1), Kupfer(1), Schmidt, M., Schmidt, S., Steinkopf

 

Bericht: Jan Förster

Spielbericht HVSA-Pokal 2.Runde 15.10.2011:


SV Blau-Rot Coswig - HSG Großgrimma/ Zeitz I 27:19 (10:8)

 

Am Samstag traten die HSG-Damen die Reise nach Coswig zur 2. Runde des HVSA‑Pokals an. Da man von dem Bezirksligist aus Anhalt kein Bild hatte, konnte man nun endlich einmal ohne Ängste und mit freiem Kopf ins Spiel starten. Betreuer Thomas Näther machte vor dem Spiel klare Ansagen. Man solle aus einer sicheren 6:0 Deckung heraus den Ball druckvoll und mit Torgefahr nach vorne spielen und sich so klare Chancen erarbeiten. Doch leider kamen diese Worte nicht 100% bei der HSG an, sondern eher bei der Coswig-Sieben. Diese starteten mit hohem Tempo, viel Bewegung im Angriff und hatten so oft leichtes Spiel in der Großgrimmaer/Zeitzer Abwehr. Dennoch verlief das Spiel bis zur 6. Minute ausgeglichen und es stand 2:2. Dass dieses Pokalspiel reich an Siebenmeterwürfen (21 im gesamten Spiel) werden würde, zeigte sich bereits in der Anfangsphase. Jedoch nutzte die HSG-Sieben diese klaren Chancen nicht und man vergab in den ersten 10 Minuten zwei Strafwürfe und somit die Führung. Diese vergebenen Aktionen brachten die Deckung völlig aus der Reihe.  Die Gästedeckung war nicht nur löchrig, sie stand einfach nur. Mangelnde Absprachen und fehlendes Verschieben mit dem Ball ließen SV Blau-Rot Coswig auf 7:4 davonziehen. Im Angriff wollte man die Fehler aus der Deckung wiedergutmachen. Der Ball wanderte zwar schnell von Position zu Position, doch sobald man Torgefahr ausüben wollte, wurde man durch die Coswig-Sieben gestoppt oder vergeigte den Ball durch schlechte Zuspiele. Warum nur immer so kompliziert, wenn es auch einfach geht?!, fragte sich sicher nicht nur Betreuer Thomas Näther, sondern auch die HSG-Spielerinnen. Bei einfachen Wechseln konnte man das ein und andere Mal erfolgreich aus dem Rückraum punkten oder Kreisspielerin Janine Graul gut in Szene setzen. Mit einem Rückstand von 8:10 ging es in die Kabine. Dort wurde eine ordentliche Deckung und bessere Chancenverwertung im Angriff gefordert. „Erinnert euch an das letzte Punktspiel. Nehmt den Schwung und das Vertrauen an eure Fähigkeiten mit in die zweite Halbzeit, dann ist hier noch nichts verloren!“, so Näther. In der 37. Minute gelang der Ausgleich zum 12:12 und somit war alles wieder offen. Doch genau wie in der ersten Halbzeit vergab man in dieser wichtigen Phase zwei Strafwürfe. Ab diesem Zeitpunkt baute Coswig seine Führung schrittweise aus, wobei vor allem Mareike Aulich mit 15 Treffern großen Anteil hatte. Die HSG stellte in der Deckung auf eine 3:2:1 Deckung um. Anfänglich verwirrte es die Gastgeber und man eroberte einige Bälle. Doch diese vergab man vorne durch hektisches Spiel oder überstürzte Würfe aufs Tor, so dass Coswig in der 49. Spielminute 18:14 führte. Die bis dahin vermissten 10 Minuten, in denen lediglich der Gegner Handball spielte und man selber weit davon entfernt war, waren nun Bestand der letzten Spielphase. In der Abwehr schaute man den Gastgebern bei schönen Wechseln und Spielzügen zu und ließ das Torhütergespann Schröter/ Michael regelrecht im Stich. Im Angriff zeigte sich ein ähnliches Bild. Wegen mangelnder Bewegung und Ideenlosigkeit versuchte man also mit aller Gewalt durch die Abwehr zu kommen. Erfolglos. Das Resultat waren schnelle Gegenstöße der SV Blau-Roten, welche am Ende verdient mit 27:19 die Halle verlassen konnte.

Fazit: Um in der Sachsen-Anhalt-Liga weiter mithalten zu können, muss man unbedingt am Deckungsverhalten arbeiten. Dazu zählt nicht nur die Kommunikation untereinander, sondern auch die individuelle Bereitschaft jedes Einzelnen. Daraus kann man positive Energien für den Angriff mitnehmen. Das es machbar ist, mit einfachen Aktionen Tore zu erzielen, hat man phasenweise im Pokalspiel gegen SV Blau-Rot Coswig gesehen.

 

Schröter und Michael im Tor; Kupfer, Stollberg (1), Hillert (2), Schmalz (11), Graul (2), Meffert (3), Horn, Schmidt, S.

 

Bericht: Franziska Schmalz

 


Spielbericht vom 09.10.2011:

 

HSG Großgrimma/ Zeitz - TV Askania Bernburg 21:17 (8:10)

 

Endlich!

Zum 2. Heimspiel in der Glückauf Sporthalle standen sich die Damenmannschaften der HSG und von Bernburg gegenüber. Die Duelle der letzten Saison gingen recht souverän an die Gäste, so dass trotz des Duells 13. gegen 14. Bernburg doch der leichte Favorit schien. Allerdings hatten sich die Mädels der HSG nach den beiden letzten schwachen Auftritten viel vorgenommen, um auch den diesmal sehr zahlreich erschienen Fans einen erfolgreichen Nachmittag zu bereiten. Als Verstärkung spielten aus der 2. Mannschaft Tina Linke und Carola König mit. Der Beginn des Spiels war jedoch recht zerfahren, da beide Mannschaften keinen geordneten Spielfluss zeigten und somit die Deckungsreihen leichtes Spiel hatten. Das änderte sich erst in der 6. Spielminute als ein schönes Zuspiel an die Kreisspielerin Janine Graul nur regelwidrig gestoppt werden konnte und Jessica Meffert den fälligen Strafwurf sicher verwandelte. Es kam sogar noch besser, denn keine 15 Sekunden später fing Sindy Schmidt als wieder einmal sichere Stütze in der Deckung einen Pass ab und netzte zum 2:0 ein. Diese Aktionen gaben Sicherheit, so dass man aus ein kompakten Deckungsreihe heraus wenig zu ließ und bis auf 5:2 davon ziehen konnte (12´). Wie schnell sich das Spielgeschehen im Handball jedoch drehen kann zeigten die folgenden 2 Minuten. Bedingt durch drei technische Fehler im Spielaufbau nacheinander glichen die Gäste aus und der Aufwand der ersten 15 Minuten war dahin. Trainer Jan Förster nahm daraufhin die Auszeit, um Ruhe ins Spiel zu bringen und mehr Konzentration einzufordern. Tatsächlich gelang die erneute Führung. Nun zeigte sich aber das größte Problem der bisherigen Saison: Die mit viel Aufwand erarbeiteten Chancen werden einfach leichtfertig vergeben. So konnten die Gäste wegen zwei vergebener, freier Würfe und zwei verworfenen 7m auf 6:9 enteilen. Allerdings war die Moral an diesem Tag sehr stark, so dass kein wirklicher Bruch ins Spiel kam und kurz vor der Halbzeit auf 8:9 angeschlossen werden konnte. Das 8:10 kurz vor der Pause musste man trotzdem noch hinnehmen. Die Pause wurde genutzt, um noch einige Feinjustierungen vorzunehmen und vor allem unbedingten Einsatz zu fordern. Die ersten 3 Minuten nutzen die Gäste, um ihre Führung auf 8:12 auszubauen. Danach blieb die Partie sehr ausgeglichen wobei die Deckungsreihen das Spiel dominierten. So gelangen Treffer meist nur aus 7m Situationen, wobei hier die HSG Vorteile besaß, da ihr Spiel generell mehr auf 1:1 Situationen ausgelegt war. Der Knackpunkt im Spiel war beim Stand von 13:15 eine Disqualifikation gegen eine Spielerin der Gäste. Zwar gelang ihnen noch die 13:16 Führung, danach spürte man aber plötzlich ein Aufbäumen in der Mannschaft der HSG, dem die Gäste nichts mehr entgegen zu setzen hatten. Die Damen gingen jetzt immer wieder dorthin, „wo es weh tat“ und trafen entweder direkt oder holten einen Strafwurf heraus, die Carola König mit einer Ausnahme nun sehr sicher verwandelte. Dadurch konnte man vor entscheidend auf 19:16 davon ziehen. Die letzten 2 Spielminuten spielten keine wirkliche Rolle mehr und mit dem Schlusspfiff entlud sich sichtbar für alle die Anspannung der letzten Monate, da man bewiesen hatte, auch in dieser Liga bestehen zu können. Trainer Jan Förster meinte nach dem Spiel: Ich bin sehr stolz auf die Mädels, der Garant zum Sieg war eine sichere Deckung und vor allem der Wille zum Sieg. Die Aufholjagd zeugt von viel Charakter in der Mannschaft. Darauf müssen wir aufbauen, um die Leistung dauerhaft zu stabilisieren.

 

Schröter und Michael im Tor, König (8), Meffert (5), Schmidt, S. (3), Schmalz (2), Hillert, Graul, Linke (je 1), Stollberg, Ludwig, Horn, Schmidt, M., Kupfer

 

Bericht: Jan Förseter

 

 

 

Spielbericht vom 25.09.2011

HSG Großgrimma/ Zeitz - TuS 1860 Magdeburg-Neustadt 18:31 (7:18)

 

Schwache Erste Hälfte nimmt alle Chancen

Zum ersten Heimspiel der Saison trat am Sonntag die 1. Damenmannschaft der HSG gegen TuS Magdeburg- Neustadt an. Leider verirrten sich bei sonnigem Wetter lediglich 30 Zuschauer in die Glückauf- Sporthalle, so dass es eine recht magere Kulisse gab. Das ist schon etwas schade für den größten Verein des Burgenlandkreises. Im Vorfeld der Partie erhielten die Damen noch den Fairplay- Pokal für die abgelaufene Saison durch den Trainer der Gäste und DHB- Schiedsrichter Ronny Dedens überreicht. Danach war es allerdings recht schnell vorbei mit den Geschenken. Durch krankheitsbedingte Ausfälle musste das HSG Team auf 2 Spielerinnen verzichten und 2 weitere waren noch sichtlich angeschlagen. Das ist besonders in der Aufbaureihe derzeit sehr schwer zu kompensieren. Die Partie begann man konzentriert und hielt die Gäste mit einer offensiven Deckung geschickt vom eigenen Tor fern. Auch im Angriff setzte man sich energischer ein, als noch in der letzten Partie. Einzig, der Ball wollte einfach nicht ins Tor. So hatte man sich in der 6. Minute gerade die 4. hochkarätige Chance erarbeitet, doch statt 4 Tore auf der Habenseite zu verbuchen, hielt die Gästetorhüterin den Ball und leitete ihn zum Gegenstoß und 0:3 weiter. Es ist einfach ärgerlich, wenn man so die Anfangphase verliert. Die nun wieder aufkommende Unsicherheit tat ihr Übriges, so dass gerade in der Offensive die Verantwortung wieder hin und her geschoben wurde, anstatt konsequent persönliche Torgefahr auszustrahlen. Das machte es der Gästedeckung sehr leicht, immer wieder geschickt Pässe in der eigenen Aufbauphase abzufangen und Gegenstöße einzuleiten. So konnten sich die Landeshauptstädter ohne Mühe bis auf 5:18 (26´) absetzen, bevor man sich entschied, wieder aktiv am Spielgeschehen teilzunehmen. Der Pausenstand von 7:18 war aber selbstverständlich schon eine Vorentscheidung. So hatte man in der 2. Hälfte auch nichts mehr zu verlieren und konnte die Partie deutlich offener gestalten. Sicherlich spielten die Gäste nicht mehr mit 100%, aber es ist schon schade, dass derzeit immer erst dann Handball gespielt wird, wenn der sprichwörtliche Drops gelutscht ist. Nun zeigten die Damen auch einmal, dass sie sehr wohl auch schönen Handball spielen konnten, indem sie einige Male schön den Kreis anspielten oder sich im 1:1 Verhalten durchsetzen. Man sah, dass die Trainingsfortschritte der letzten Wochen auch langsam im Spiel durchschlagen. Einzig sie treten noch zu unkonstant auf. Trainer Jan Förster meinte: Die kurzfristigen Ausfälle taten weh. Das merkte man besonders bei den notwendigen Ruhepausen für die Stammsieben. Aber alle hängen sich rein und das ist die wichtigste Voraussetzung. Wenn wir jetzt noch unsere Nerven vor dem Tor in den Griff bekommen, ist auch mehr drin. Im Moment müssen wir aber anerkennen, spielerisch noch nicht über 60 Minuten konkurrenzfähig zu sein.


Schröter und Michael im Tor, Meffert(7), Graul(3), Schmalz, Schmidt, S.(je 2), Hillert, Stollberg, Ludwig, Horn(je 1), Schmidt, M.


Bericht: Jan Förster