Archiv Spielberichte:

Bezirksliga weibliche Jugend D

Spielbericht vom 25.03.2012:

SV Großgrimma - SpG Halle/Magdeburg/Barleben II   14:29  (6:18)


Nach der deutlichen 34:5 Niederlage im Hinspiel gegen den ungeschlagenen Ligaprimus aus Halle, konnte die Devise nur lauten, so zu agieren, das der Vorsprung möglichst gering gehalten werden konnte. Auf der anderen Seite muss man natürlich Spiele, in denen von der Form her um nicht viel geht, auch dazu nutzen, um sich ausprobieren. Die Gäste traten zwar nur mit sieben Spielerrinnen an, dass das nicht zwangsläufig ein Vorteil sein muss, war jedoch auch allen klar. Schließlich sind die Hallenserinnen traditionell gut ausgebildet und körperlich waren sie der SVG- Truppe auch überlegen. Das wirkte sich selbstverständlich in der 1. Hälfte, in der Manndeckung gespielt werden muss, aus. Der den eigentlichen Trainer vertretende Jan Förster forderte, im Ballbesitz immer druckvoll zum Tor zu ziehen und bei Ballverlust schnell umzuschalten. Einzig gerade das gelang zu selten. Denn besonders nach Ballverlusten waren die pfeilschnellen Gäste immer wieder auch gedanklich einen Schritt schneller und konnten Gegenstöße laufen. So gehörten nach einer halbwegs ausgeglichenen Anfangsphase mit einem 4:8 die folgenden Minuten auch nur den Gästen, die mit einem 8:0 Lauf auf 4:16 davon ziehen konnten. Dann fingen sich die SVG- Mädchen wieder etwas und konnten die letzten fünf Minuten offener gestalten. In der Pause forderte der Übungsleiter die Spielerinnen auf, sich nicht aufzugeben, sondern besonders aggressiv in der Deckung zu arbeiten. Da in der 2. Hälfte eine offensive Raumdeckung erlaubt war, konnte man sich leichter aushelfen und den Kampfgeist zur Waffe machen. So wurde die 2. Hälfte auch deutlich offener gestaltet, da man im Abwehrzentrum geschickt verschob und so den Gästen wenige Möglichkeiten ließ, geordnet das Spiel aufzubauen. So sahen die Zuschauer eine nahezu ausgeglichene Hälfte (10:22 nach 42 Spielminuten), die sogar noch enger hätte ausfallen können, wenn man konzentrierter im Abschluss gewesen wäre und als Erstes immer den Weg zum Tor und nicht so oft das Abspiel zur Mitspielerin gesucht hätte. Dadurch verlor man nämlich immer wieder einfache Bälle, die die Jugendspielgemeinschaft zu Gegenstößen nutzen konnte. Zu oft blieb Jana Worms die einzige, die auch ohne Ball Druck machen wollte. Trotzdem war es eine gute Partie, die auch das Potential der Mannschaft unterstrich. Auch wenn am Ende eine deutliche Niederlage zu Buche stand, war man weit vom Hinspielergebnis entfernt und das hatte man dem engagierten eigenen Spiel zu verdanken. Trotzdem gilt es weiter hart an den Schwächen zu arbeiten, um vielleicht auch einmal mehr als „nur“ einen Schulterklopfer für ein gutes Spiel zu erreichen.

 

Schramm und Zech im Tor, Kirschhof(5), Worms(4), Bernt(3), Dotschkal, Streich(je 1), Hain, Pokorny, Kleinert, Bach, Schumann, Falkenstein

Spielbericht vom 29.01.2012:

SV Fortuna Kayna - SV Großgrimma 22:26 (8:17)

 

Sonntag Nachmittag, 16:30 Uhr. Eigentlich eine Zeit, in der man zuhause vor dem Fernseher die Finalspiele der Handball-EM verfolgen könnte.

Statt dessen stand das Rückspiel gegen Kayna auf dem Plan. Die Mannschaft hatte sich viel vorgenommen; Revanche für das 17:21 in eigener Halle war angesagt. Die wichtigste taktische Ansage des Trainers war, der stärksten Kaynaer Spielerin, Selina Kahnt, mit Lea unsere zweikampfstärkste Spielerin entgegen zu stellen.

Das Spiel begann engagiert und wurde mit hoher Intensität von beiden Seiten bis zum Ende geführt. Großgrimma konnte den ersten Angriff sofort abfangen und gelang selbst zum Torerfolg. Kayna fand in dieser Phase nie zum eigenen Spiel und musste mit ansehen, wie die SVG-Mädchen enteilten (0:3, 1:5, 2:10). Das Einzige, das man den Gästen hier entgegensetzen konnte, war ein in den meisten Fällen übertriebenes Klammern.

Als die Fronten Mitte der ersten Halbzeit im Prinzip geklärt waren, begann man wie üblich, allen Spielerinnen Einsatzzeiten zu geben. So gelang es Kayna, den Rückstand im erträglichen Maß zu halten und mit einem 8:17 in die Halbzeitpause zu gehen.

Als zu Beginn der zweiten Halbzeit bei Großgrimma 4 Spielerinnen aus der Startsieben auf der Bank pausierten, gelang es Kayna, weiter aufzuschließen. Spätestens beim 17:21 war klar, dass der Turbo noch einmal gezündet werden musste, wenn man den angestrebten 4-Tore-Sieg nicht verschenken wollte. So konnte man den Vorsprung wieder auf ein 18:25 ausbauen, was der Mannschaft eigentlich wieder Sicherheit hätte geben sollen. Statt dessen wurde jetzt aber im Angriff zu statisch gespielt; in der Abwehr stimmte die Zuordnung nicht mehr. Allerdings machte es sich Kayna hier durch Klammern selbst schwer, das Spiel schnell zu halten und im freien Spiel in Ballbesitz zu gelangen. Gegen Ende wurden durch Unkonzentriertheiten zwar noch einige Bälle verschenkt, wodurch das ausgegebene Minimalziel aber immer noch erreicht wurde.

Der Trainer hatte zu keiner Zeit Bedenken, dass seine Mannschaft das Spiel abgeben könnte. Alle Spielerinnen an dieser Stelle Dank für das beherzte und erfrischende Spiel. Überraschende Momente (wie z.B. Hennis direkt verwandelter Freiwurf) oder gelungene Kombinationen in der kleinen Gruppe (vor allem mit Lena als Lenker) sowie eine recht hohe Trefferquote erfreuten den Trainer. Auch wenn noch nicht alle seine Vorgaben von der Mannschaft umgesetzt werden konnten, so ist doch erkennbar, dass zunehmend mit Tempo gespielt wird. Auch wenn hier noch Luft nach oben ist... ;-)

Insbesondere unsere jüngeren Spielerinnen müssen aber torgefährlich sein wollen; müssen den Weg zum Tor suchen, dürfen nicht nur Abspieler sein. Das macht in Summe eine starke Mannschaft aus.

 

Die wenigsten Zuschauer dürften sich geärgert haben, nicht zuhause vorm Fernseher gesessen zu haben: vor großer Kulisse (von beiden Seiten) hatte man ein packendes Spiel mit Höhen auf beiden Seiten gesehen. Und wer sich beeilt hat, konnte sich mit Hans Lindberg und Co. in der zweiten Halbzeit über einen verdienten EM-Titel freuen.

 

 

Für uns spielten: Marie Schramm und Samantha Zech im Tor, Annaliesa Dotschkal, Anne Pokorny, Henriette Wörner (11), Lena Kirchhof (4), Lea Bernt (5), Jana Worms (4), Anabel Streich (2), Lee-Ann Kleinert, Christin Hain, Lena Reiher, Chantal Büchner

 

Spielbericht vom 22.01.2012:

SV Großgrimma - Langenbogener SV 18:2 (12:0)

 

Vor dem Anpfiff war bereits klar, dass dieses Spiel eher eine freundliche Einstimmung als ein Härtetest für die Rückrunde werden würde. Es war das erklärte Ziel, heute unserem „Nachwuchs“ mehr Spielanteile zu geben und nicht auf Ergebnis zu spielen.

So wurde ganz bewusst auf den Einsatz von Henni, Lea und Jana verzichtet, die sich am kommenden Wochenende dafür umso mehr beweisen müssen.

Das Spiel war im Prinzip ein Abbild des Hinspiels: die SVG-Mädchen übernahmen sofort die Initiative und gestatteten ihren Gegenspielerinnen kaum eine Torchance. Alle Spielerinnen zeigten Einsatzfreude, auch wenn mancher Abschluss zu genau gezielt auch mal knapp am Tor vorbei ging; hier hätte sich die eine oder andere Spielerin selbst mehr belohnen können. Wichtig im Spiel war, dass unsere „neuen“ Spielerinnen die Abläufe des Spiels weiter verinnerlichen und am Gegner Erfahrungen sammeln konnten. Glanzpunkte setzten aber wieder einmal Lena und Anabel mit ihrem Spielverständnis.

Die zweite Halbzeit stand dann verstärkt im Zeichen des Nachwuchses. Mit jeweils 2 oder 3 erfahreneren Spielerinnen an der Seite hatte jede Spielerin die Chance zu zeigen, selbst mehr Verantwortung zu übernehmen.

Sehr erfreulich am Spiel war der insgesamt sehr faire Umgang mit- bzw. gegeneinander. Erwähnenswert auch, dass Langenbogen mit nur 7 Spielerinnen tapfer bis zum Schluss kämpfte und auch zu eigenen Torerfolgen kam.

Am kommenden Wochenende beginnt für die SVG-Mädchen dann die „richtige“ Rückrunde mit dem Spiel gegen Kayna. Dann gilt es, Charakter zu zeigen und die unnötige Niederlage aus der Hinrunde mehr als wettzumachen.

 

Für uns spielten: Marie Schramm und Samantha Zech im Tor, Annaliesa Dotschkal (1), Anne Pokorny (2), Lena Kirchhof (6), Janina Barth, Anabel Streich (8), Friederike Bach, Lee-Ann Kleinert, Stefanie Funke, Zoey Kim Walter (1), Christin Hain, Elizaveta Yarosh, Rieke Falkenstein

Spielbericht vom 11.12.2011:

SV Großgrimma – BSV Klostermansfeld 21:15 (9:10)

 

Mit Hängen und Würgen

 

Zum letzten Spiel der Hinrunde stand unseren Mädchen eine aus den Jahrgängen 2000 und 2001 bestehende Mannschaft aus Klostermansfeld gegenüber. Im Angesicht der zum Teil sehr deutlichen körperlichen Überlegenheit begann das Spiel unsererseits, wie leider fast üblich, mit einigen Konzentrationsschwächen. Auf der anderen Seite ließ man sich von dem unsinnigen Klammern der Gäste beeindrucken, die dafür auch nur sehr selten (offensichtlich aufgrund ihrer fehlenden Körpergröße) für diese Art der Unsportlichkeit seitens der Schiedsrichterin belangt wurden. Hier muss man auch deutlicher zeigen, dass der Gegner „faul“ spielt. Unter korrekter Anwendung des Regelwerkes hätten die BSV-Mädchen praktisch permanent zwei Spielerinnen „draußen sitzen haben müssen“.

Das Spiel in der ersten Halbzeit hätte aus sportlicher Sicht jedoch bereits deutlich entschieden werden müssen. Allerdings wurden vorn reihenweise von fast ausnahmslos allen Spielerinnen klare Chancen ausgelassen. Es ist schade für jede Spielerin, wenn sie sich diese Torgelegenheiten erarbeitet und durch Unkonzentriertheiten beim Abschluss sich dieses Erfolgserlebnis selbst vergibt. Einzig Lena bewies wiederholt ein gutes Auge und eine sichere Hand. In der Abwehr trat man außerdem den beweglichen und ballfertigen Gegnerinnen kaum konsequent entgegen, wobei sich heute insbesondere unsere rechte Abwehrseite ungewohnt anfällig zeigte. Die über dem gesamten Spielverlauf gegebenen 10 Siebenmeter gegen unsere Mannschaft waren ein deutliches Zeichen, dass man regelmäßig zu spät kam. Da sich zudem Samantha im Tor zwar mühte, ihr aber meist der letzte Tick fehlte, ging es mit einem knappen Rückstand in die Pause.

Die Pausenansprache des Trainers zeigte dann aber Wirkung: Endlich wurden die klaren Gelegenheiten verwandelt anstatt über das Tor, an den Pfosten oder auf die Torhüterin zu werfen. Auf der anderen Seite raubte Anabel, die jetzt im Tor stand, den Klostermansfelderinnen und den mitgereisten gegnerischen Fans die letzte Hoffnung auf eine kleine Sensation. An dieser Stelle sei es erlaubt, einmal eine Spielerin ganz besonders herauszuheben: durch klasse Reflexe, auch bei mehreren Siebenmeterwürfen, gab sie der Mannschaft Sicherheit, was sich auf das gesamte Spiel übertrug. So wurde Tor um Tor herausgeworfen, was es möglich machte, alle Spielerinnen zum Einsatz zu bringen, ohne Gefahr zu laufen, die Punkte zu verschenken. Auch erfreulich: bei unseren 3 jüngsten Spielerinnen zeigt sich zunehmend die Erfahrung aus der erworbenen Spielpraxis, was auch Ansporn für all unsere „neueren“ Spielerinnen sein sollte. Spätestens in der nächsten Saison gehört man als Jahrgang 2000 zu den „Großen“ in der D-Jugend.

 

Samantha Zech und Anabel Streich (1) im Tor, Henriette Wörner (6), Friederike Bach, Anne Pokorny (1), Lee-Ann Kleinert, Lena Reiher, Lena Kirchhof (7), Lea Bernt (3), Analiesa Dotschkal, Jana Worms (3), Zoey Kim Walter, Christin Hain

Spielbericht vom 26.11.2011:

 TSV Großkorbetha - SV Großgrimma 8:25 (3:15)

 

Von der Tabellensituation her sollte unseren Mädchen ein leichter Nachmittag bevorstehen; hatte der TSV doch bisher nur 2 Punkte am grünen Tisch einfahren können. Da drei unserer Spielerinnen aus der „üblichen“ Start-Sieben das Spiel absagen mussten, war es an den anderen Spielerinnen, heute mehr Verantwortung zu übernehmen. Da Henni und Lena außerdem im direkt folgenden Spiel der C-Jugend gefragt waren, sollten beide im WJD-Spiel zu Ruhepausen kommen. Da heute „nur“ 11 Spielerinnen mitgefahren waren, gab es für alle Spielerinnen ausreichend Möglichkeiten, sich zu beweisen.

 Vor dem Spiel kam vom Trainer neben den üblichen Vorgaben der Hinweis, insbesondere den Trainingsschwerpunkt „schnelles Spiel aus der Bewegung“ umzusetzen.

 Mit eigenem Anwurf war manchen Spielerin, vermutlich ob der ungewohnten Position, eine leichte Unkonzentriertheit anzumerken: der Ball landete fast unmittelbar beim Gegner. Allerdings konnte er sofort wieder zurück erkämpft werden und landete danach sofort im gegnerischen Tor. In den nächsten Minuten ging man deutlich engagierter zu Werke: nach sieben Minuten waren beim Stand von 0:7 die Fronten geklärt.

 Zwischenfazit: Allen voran bewies Henni einen unwiderstehlichen Zug zum Tor; Lena glänzte im 1:1-Verhalten und ihrer Übersicht. Anne und Annaliesa übernahmen immer mehr Verantwortung und erarbeiteten sich ihre Chancen. Janina und (die kleinere) Lena hatten ihre Gegenspielerinnen ebenfalls sehr gut im Griff und setzten nach vorn Akzente. Und Marie im Tor machte ihre Sache im Tor wieder tadellos; auch dank der engagierten Abwehrarbeit ihrer Vorderleute.

 Mit den anstehenden Wechseln wurde es dann etwas ruhiger im Spiel. Lee-Ann und Friederike hatten mit ihren Gegenspielerinnen kaum Probleme. Beiden kam ihre erworbene ihre Spielpraxis zugute; allerdings erwartet der Trainer mehr Mut zur eigenen Offensive, was ansatzweise aber bereits umgesetzt wurde. Rieke und Laura fehlt diese Spielpraxis noch; die Aufregung, alles richtig machen zu wollen, war beiden deutlich anzumerken. Allerdings konnte Laura ihren ersten Ballkontakt sofort für ihren ersten Treffer nutzen.

 Als Marie nach einem vom Torpfosten zurückprallenden Wurf am Kopf getroffen wurde und ausgewechselt werden musste, stellte sich Annaliesa dieser Aufgabe und löste diese recht souverän. Beim Stand von 3:15 wurden die Seiten gewechselt. In der Halbzeit musste von der Trainerseite her nur wenig Kritik geäußert werden; auch die Zuschauer waren in der Mehrzahl zufrieden (mittlerweile war auch unsere C-Jugend eingetroffen). Die zweite Hälfte wurde mit fast identischer Besetzung wie am Ende des ersten Durchgangs fortgesetzt: Marie konnte aber jetzt wieder das Tor hüten und Lena bekam eine „Schonzeit“. Die TSV-Mädchen, die sich lobenswerterweise während des gesamten Spiels nie aufgaben, konnten jetzt 3 Treffer in Folge erzielen (6:15), was aber auch durch Abstimmungsprobleme in unserer Abwehr und zuviel Standhandball im Angriff begünstigt wurde. Das war ein Weckruf für unsere Spielerinnen, die sich jetzt zunehmend wieder auf ihre eigenen Stärken besannen. Kurz vor Mitte der Halbzeit wurde wieder in Richtung der Startaufstellung gewechselt. Bis kurz vor Spielende ließ man keinen weiteren Gegentreffer mehr zu; so konnte man bis auf 6:25 davonziehen. Den Schlusspunkt unter das von beiden Seiten sehr fair geführte Spiel setzten dann noch einmal den Gastgeberinnen, als sie durch 2 Treffer in der letzten Minute das Ergebnis etwas freundlicher gestalten konnten.

 In zwei Wochen geht mit dem Spiel gegen Klostermannsfeld die Hinrunde zu Ende. Hier wird die Mannschaft des SVG vermutlich wieder mit „voller Kapelle“ antreten, was dem Trainer die Wahl zur Qual macht.

 Als Tipp an die Mannschaft: mit Trainingseifer und –einsatz kann man punkten... ;-)

 

Marie Schramm und Annaliesa Dotschkal (1) im Tor, Henriette Wörner (12), Friederike Bach, Anne Pokorny (2), Lee-Ann Kleinert, Lena Reiher, Rieke Falkenstein, Laura Schumann (1), Lena Kirchhof (8), Janina Barth (1)

Spielbericht vom 12.11.2011:

SV Großgrimma - TSV Halle-Süd 26:22 (12:11)

 

Nach dem Debakel in der Vorwoche beim Tabellenführer, als während des Spiels wiederholt die Frage kam: „Muss ich heute noch mal spielen?“, stand die Begegnung gegen den TSV Halle-Süd unter einem anderen Stern. Ein Gegner auf Augenhöhe hatte sich angesagt und alle wollten am Samstag dabei sein. Zukünftig wird es hier verstärkt organisatorischen Geschicks bedürfen, alle Spielerinnen einen leistungsgerechten Spielbetrieb zu ermöglichen, was auf der einen Seite einen mehr oder weniger regelmäßigen Einsatz in der C-Jugend nicht ausschließt und auf der anderen Seite auch die Integration der neuen bzw. jüngeren Mannschaftsmitglieder in das Spielgeschehen ermöglicht.

 

Anders als bei den vorangegangenen Spielen formulierte diesmal die Mannschaft die bekannten Schwerpunkte für das Spiel, was zeigte, dass zumindest theoretisch Klarheit herrschte.

Der Trainer schenkte seiner Startsieben aus den letzten Spielen (mit Ausnahme von Lena, die hoffentlich bald wieder gesund mitspielen kann) wieder das Vertrauen, welches nicht enttäuscht wurde. Den Zuschauern wurde von Beginn an ein schnelles und engagiertes Spiel geboten, das unsere Mannschaft klar dominierte. Schnell stand es 5:0 und manch einer fühlte sich an das Vorjahr an gleicher Stelle erinnert, als der Widerstand der TSV-Mädchen früh gebrochen war und man einen deutlichen Sieg (19:1) einfahren konnte. So schlichen sich Unkonzentriertheiten ein. Im Angriff wurden immer wieder freie Würfe einfach nach links oben geworfen; selbst wenn der Torwart dort schon stand. In der Abwehr war insbesondere Luisa Müller nicht zu stellen, die am Ende mit insgesamt 13 Treffern erfolgreichste Torwerferin des Spiels wurde.

Nachdem der TSV bis auf 6:3 aufschließen konnte, setzten die SVG-Spielerinnen wieder besser nach und erhöhten bis auf 10:4. Bei diesem klaren Spielstand begannen die Wechsel auf dem Feld, was jedoch mit einem deutlichen Bruch im Spiel bestraft wurde. Die Hallenserinnen, die ohne Wechselspielerin und ohne etatmäßigen Torwart angereist waren, begannen ihrerseits, die Chancen konsequenter zu nutzen. Unseren jüngeren Mitspielerinnen war die mangelnde Spielpraxis anzumerken; Unruhe machte sich auf der Tribüne breit. Der Trainer blieb aber optimistisch, da ohne die vergebenen eigenen Chancen das Ergebnis deutlich zugunsten des SVG hätte ausfallen müssen und weil Spielpraxis für jüngere Spielerinnen nicht von der Bank aus erarbeitet werden kann. So ging es beim Stand von 11:11 zur Halbzeitansprache.

Zum Anwurf der zweiten Halbzeit standen wieder unsere 6 Feldspielerinnen des Spielbeginns auf der Platte. Dennoch tat man sich schwer und geriet nun sogar in Rückstand. Die Fehler waren dieselben wie die zum Ende der 1. Halbzeit. Beim Stand von 13:16 hatte der Trainer bereits die grüne Karte in der Hand, als über wiederholtes schnelles Konterspiel nicht nur der Ausgleich erzielt werden konnte, sondern die SVG-Sieben wieder in Front kam (17:16). Endlich warf man konzentrierter und suchte sich eine freie Ecke im gegnerischen Tor. Zwar konnten die TSV-Mädchen noch einmal ausgleichen (17:17), dann setzten sich die Gastgeberinnen aber langsam ab. Gegen Spielende wurden dann auch die Spielerinnen eingesetzt, die bis jetzt noch nicht gespielt hatten, ohne dass der TSV daraus Nutzen ziehen konnte. So stand am Ende ein 26:22 auf der Anzeigetafel, was für Erleichterung auf der Tribüne und für Freude auf dem Spielfeld sorgte.

 

 

Marie Schramm und Samantha Zech im Tor, Annaliesa Dotschkal (1), Henriette Wörner (8), Friederike Bach, Anne Pokorny, Lee-Ann Kleinert, Lea Bernt (6), Anabel Streich (5), Lena Reiher, Jana Worms (6), Stefanie Funke, Elizaveta Yarosh, Rieke Falkenstein

 

Spielbericht vom 30.10.2011:

SV Großgrimma - JSpG Halle/Magdeburg/Barleben 3 23:16 (13:7)

 

Der Gegner am vergangenen Sonntag war, unabhängig vom langen offiziellen Namen, die 2. Mannschaft von Union Halle-Neustadt (Geburtsjahr 2000 und jünger).

Für unsere Spielerinnen wurde, wie immer, das Ziel ausgegeben, selbst Verantwortung zu übernehmen, Torgefahr auszustrahlen und klare Torgelegenheiten zu suchen; in der Abwehr sollte offensiv und ballorientiert verteidigt werden.

Dass der Gegner, wenngleich in dieser Saison noch sieglos, nicht zu unterschätzen war, zeigte sich mit dem Anwurf. Union ging sogleich in Führung; die SVG-Mädchen konnten aber postwendend ausgleichen. Nach den nächsten beiden Angriffen stand es bereits 2:2. Immer wieder gab es in der Abwehr Abstimmungsprobleme bei der Zuordnung sowie im Übernehmen torgefährlicher Gegenspielerinnen, was man mit der Zeit aber besser in den Griff bekam. Insbesondere Annaliesa, die der torgefährlichsten Union-Spielerin, Lisa Becher, zugeordnet wurde, verdiente sich hier Extralob.

Der Angriff spielte sich anfangs sehr oft nur zwischen den Mittelpositionen und der rechten Seite ab, was es dem Gegner recht leicht machte, sich ausrechnen zu lassen. Mit dem Spiel über alle Positionen konnte man sich dann aber langsam absetzen.

Ab dem Spielstand von 4:4 ging endlich die Post ab. Insbesondere die Hereinnahme von Henni sorgte für neue Ideen und Schwung im Angriffsspiel. Bis zum 12:5 ließ man nur ein Gegentor zu; die Seiten wurden beim Stand von 13:7 gewechselt.

In der Pausenansprache des Trainers fielen vorrangig lobende Worte. Umso unverständlicher war jedoch der Beginn der zweiten Halbzeit. Anstatt weiterhin die erfolgreiche offensive enge Manndeckung zu spielen, versteckten sich einige Spielerinnen, ließen ihren Gegenspielerinnen unnötig viel Raum zur Entfaltung und kamen infolgedessen oft nur zu spät. Da im Angriff die Ideen glücklicherweise nicht komplett ausgingen, konnte Union zwar noch bis zum 16:12 verkürzen, aber mehr ließ man nicht zu. Im weiteren Spielverlauf verschaffte man sich wieder ein kleines Polster, so dass der Endstand von 23:16 die Spielanteile gut wiederspiegelte.

Positiv: die Mannschaft wird aktiver, fast jede Spielerin versucht eigene Akzente zu setzen, unter Bedrängnis wird der Überblick für freie Mitspieler bewahrt (Anne!).

Wünschenswert: mehr Konzentration auf das Spiel und Identifikation mit dem Spiel. Manchmal scheint die eine oder andere Spielerin noch zu sehr mit den eigenen Gedanken beschäftigt zu sein.

 

 

Marie Schramm und Samantha Zech im Tor, Annaliesa Dotschkal, Henriette Wörner (2), Friederike Bach, Anne Pokorny, Lena Kirchhof (14), Lee-Ann Kleinert, Lea Bernt (5), Anabel Streich (2), Lena Reiher, Jana Worms

Spielbericht vom 09.10.2011:

SG Saaletal Reichhardtswerben-Prittitz - SV Großgrimma 38:9 (17:6)

 

Mannschaftlicher Blackout überdeckt tolle 9 Minuten

 Die Gastgeberinnen aus Prittitz, die zusammen mit der JSpG Halle/Magdeburg/Barleben (ehemals Union Halle-Neustadt) und dem MSV Buna-Schkopau als Meisterschaftsfavoriten zu sehen sind, hatten sich ebenso wie die Mädchen aus Großgrimma viel vorgenommen. Die Ansage vom Trainer an unsere Mädchen war, wie immer, druckvoll und mit Torgefahr im Angriff zu spielen, klare Torgelegenheiten zu nutzen, keine Bälle zu verschenken und in der Abwehr die zugeordneten Gegenspieler regelkonform, aber intensiv am Ballspielen zu hindern. Mit den neuen Trikots vom Sponsor Autoservice Bernt begannen die Mädchen der weiblichen Jugend D aus Großgrimma gegen die Gastgeberinnen ein tolles Feuerwerk abzubrennen. Von Beginn an setzte man die Worte des Trainers um und dominierte das Spiel klar, so dass von Prittitz in der 9. Minute beim Stand von 3:6 eine Auszeit genommen wurde. Die aufmunternden Worte des Trainers, weiter so engagiert zu spielen, verpufften aber offensichtlich in der Selbstzufriedenheit der Start-7. Unerklärlicherweise begann sich die Mannschaft ab diesem Zeitpunkt aufzulösen: völlig druck- und ideenlos im Angriff, die Verantwortung wurde nur noch delegiert, Fehlabspiele und Würfe aus schlechten Positionen waren ab jetzt bestimmend. Die bis dahin gezeigte Laufbereitschaft nahm zusehends ab; in der Abwehr wurden die Gegenspielerinnen vergessen. Damit war es Prittitz möglich, innerhalb von 2 Minuten das Spiel zu drehen und mit 7:6 in Führung zu gehen. Die notwendige Auszeit änderte aber nichts an der Einstellung der letzten Minuten. Beim Stand von 17:6 wurden die Seiten gewechselt.

 Trotz eindringlicher Worte des Trainers setzte sich das Debakel in der 2. Halbzeit fort; ein einziges Tor konnte man zu Beginn erzielen (20:7). Als nach 28 Minuten ALLE Spielerinnen den Rückwärtsgang „vergessen“ hatten (und von Mitte der gegnerischen Spielfeldhälfte (!) 2 Prittitzerinnen beim Konterspiel zusah) zog der Trainer die aus seiner Sicht letzte Option: Auszeit und kompletter Wechsel der Feldspielerinnen. So wurden schließlich alle Spielerinnen gefordert und auch allen die Möglichkeit gegeben, die Mannschaftsleistung „von außen“ zu beurteilen.

Gegen Ende wurde wieder schrittweise zurückgewechselt, so dass in den letzten drei Minuten wenigstens noch 2 eigene Tore erzielt werden konnten.

 Fazit: Es wäre viel möglich gewesen. Leider hat die Mannschaft durch eine über fast 30 Minuten indiskutable Leistung viel von dem fortgeworfen, was sie sich bis dahin erarbeitet hatte.

 Die Niederlage ist vom Ergebnis viel zu hoch ausgefallen. Zu hoffen ist, dass die Mannschaft dies als Weckruf verstanden hat, um das vorhandene und gezeigte Potential über die gesamte Spielzeit abzurufen und nicht nur einige Minuten zu 100-prozentigem Einsatz bereit ist.

 

Marie Schramm im Tor, Annaliesa Dotschkal, Henriette Wörner (3), Janina Barth, Friederike Bach, Chantal Büchner, Anne Pokorny, Zoey Kim Walter, Lena Kirchhof (4), Lee-Ann Kleinert, Jana Worms (2), Lea Bernt, Lena Reiher

 

Bericht: Karsten Mann

 

Spielbericht vom 02.10.2011

SV Großgrimma - BSV Fichte Erdeborn 21:16 (11:9)

 

Am vergangenen Sonntag trafen die Mädchen der weiblichen D-Jugend auf die bis dahin sieglose Mannschaft aus Erdeborn. Obwohl der Mannschaft aufgrund des langen Wochenendes nicht alle Spielerinnen zur Verfügung standen, sollten trotzdem beide Punkte eingefahren werden.
So einfach, wie sich das Spiel von der Papierform las, wurde es jedoch nicht. Zu Beginn waren es vor allem Henni und Lena, die für Bewegung im Spiel sorgten und der Mannschaft zu Toren verhalfen. Da auch Marie im Tor von Beginn an eine starke Leistung zeigte, konnte die SVG-Sieben ihren Vorsprung schrittweise erhöhen. Durch die Maßgabe, dass unabhängig vom Ergebnis alle unsere Mädchen zu Spielanteilen kommen sollten, wurden dann aber beim Stand von „nur“ 11:9 die Seiten gewechselt.
In der zweiten Halbzeit baute die Mannschaft ihren Vorsprung deutlich aus (17:10, 20:12). Immer besser in das Spiel fanden jetzt auch die anderen „Großen“, wobei besonders bei Annaliesa der deutliche Zug zum Tor zu spüren war. Bei unseren jüngeren Spielerinnen ist vor allem Friederike herauszuheben, die ihrer Gegenspielerin aufgrund ihrer Schnelligkeit ein ums andere Mal den Schneid abkaufte.
Gegen Ende des Spiels kamen Lena und Henni auf die Wechselbank, da sie im direkt darauf folgenden Spiel der C-Jugend eingesetzt werden sollten. Hierdurch konnte Erdeborn das Ergebnis noch etwas freundlicher gestalten, was aber keinen Zweifel am verdienten Sieger des jederzeit fair geführten Spiels ließ.
Bei den ohne Wechselspielern angereisten Gästen war es einzig eine sehr starke Kyra Hohm, die ihre Mannschaft im Spiel hielt und mit 12 Toren treffsicherste Schützin des Spiels wurde. Trotzdem gebührt auch Janina als ihrer direkten Gegenspielerin über die gesamte Spielzeit Lob, da sie durch eine hohe Laufbereitschaft die Kreise der besten Erdebornerin deutlich einschränkte und sich im Angriff selbst in das Spiel einbringen konnte.

 

Schramm und Zech im Tor, Dotschkal (3), Wörner (6), Barth (2), Bach, Büchner, Pokorny, Funke, Walter, Kirchhof (10), Kleinert

 

Bericht: Karsten Mann